Mehr Angebote für Kinder und Jugendliche

Der Vorsitzende der Kirchenkreissynode Ralph Scheferling moderiert den Austausch über die Kirchenkreiskonzepte. (Foto: Stefan Heinze/Kirchenkreis Burgdorf)
 
Diakonin Karin Lawrenz, Vorsitzende des Diakonie-Ausschusses der Kirchenkreissynode, spricht sich für mehr Gemeinwesen-Diakonie aus. (Foto: Stefan Heinze/Kirchenkreis Burgdorf)

Kirchenkreisvorstand plant bis zum Jahr 2028

Lehrte-Burgdorf (r/gg). Die Kirchengemeinden im hiesigen Kirchenkreis stellen sich für ihren nächsten Planungszeitraum von 2023 bis 2028 auf sinkende Mitgliederzahlen und Einsparungen ein. An der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll jedoch nicht gespart werden. Das geht aus den vom Kirchenkreisvorstand (KKV) bei der letzten Synode des Kirchenkreises vorgelegten Konzepten für Arbeit im Kirchenkreis in den kommenden sechs Jahren hervor.
Nach dem Konzeptentwurf soll die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zukünftig in vier Nachbarschaften von Kirchengemeinden organisiert werden. Die ganze Stelle für Jugendarbeit im Kirchenkreis bliebe erhalten. Neu hinzu käme eine halbe Stelle für Verwaltungsarbeit im Kinder- und Jugendbereich. Was in vielen anderen Kirchenkreisen bei den Pfarrstellen schon lange selbstverständlich ist, soll nun auch im Kirchenkreis Burgdorf eingeführt werden: eine feste Zahl von Gemeindegliedern pro Pfarrstelle. Nach dem Vorschlag des Kirchenkreisvorstandes soll eine Pfarrstelle im Kirchenkreis Burgdorf zukünftig 2.600 Gemeindemitglieder umfassen. Frühere Entscheidungen sind dann bei der Bemessung der Pfarrstelle oder Pfarrstellen für eine Kirchengemeinde nicht mehr maßgeblich. „Es fallen mehr als vier Pfarrstellen weg im nächsten Planungszeitraum, weil wir sie nicht mehr finanzieren können“, sagte Superintendentin Sabine Preuschoff zu den Voraussetzungen dieser Überlegungen. Spendenfinanzierte Stellenanteile werden durch die Planungen grundsätzlich nicht angetastet.
Diakonische Beratungsarbeit und viele andere Aufgaben werden auch zukünftig zu einem großen Teil vom Diakonieverband Hannover-Land verantwortet. Im Kirchenkreis soll die bestehende halbe Stelle für Migration und Integration abgesichert werden. Für die Gemeinwesen-Diakonie, auch Kirche im Sozialraum genannt, sind in dem Konzeptentwurf keine zusätzlichen Mittel vorgesehen.
Beim Gebäudemanagement und dem Klimaschutz verpflichtet das Papier die Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste auf "nachhaltiges Energiemanagement“. Das soll zukünftig die Voraussetzung für Zuwendungen seitens des Kirchenkreises sein. Bei den Gottesdiensten und in der Verkündigung ist vorgesehen, die teilweise anlässlich der Pandemie entstandene Vielfalt zu erhalten. Bei der Öffentlichkeitsarbeit schlägt der Entwurf aufgrund der zunehmenden Bedeutung sozialer Netzwerke vor, eine vernetzende viertel Stelle für Social-Media-Arbeit einzurichten.
Der vom Kirchenkreisvorstand vorgelegte Entwurf musste aufgrund der zukünftigen Entwicklung des Kirchenkreisetats Abstriche bei den von Ausschüssen erstellen Konzepten zu den einzelnen Themenfeldern machen.
Über das vom Kirchenkreisvorstand vorgelegte Konzeptpapier können die Kirchenvorstände nun beraten und Fragen, Rückmeldungen und gegebenenfalls Alternativvorschläge verbunden mit einer möglichen Finanzierung vorlegen. In der nächsten Sitzung der Synode wird darüber intensiv diskutiert. Eine Beschlussfassung ist spätestens in der übernächsten Sitzung vorgesehen.
Die Entscheidung über die zukünftige Kirchenkreis-Struktur wurde auf das Jahr 2022 verschoben. In der September-Synode war vom Kirchenkreisvorstand ein Konzeptentwurf vorgestellt worden, der die Einrichtung von zwei Gestaltungsräumen im Kirchenkreis vorsieht. Diese Gestaltungsräume, einer im Norden, der andere im Süden, könnten es als zukunftsfähige Einheiten ermöglichen, trotz notwendiger Einsparungen Kirchengemeinde übergreifend weiter attraktive Stellenumfänge und Arbeitsbedingungen anzubieten, um so auch zukünftig für die Menschen vor Ort da zu sein.
Turnusgemäß wurde in der Sitzung der Kirchenkreis-Synodenvorstand (KKSV) neu gewählt. Einstimmig neu in den KKSV gewählt wurde Wiebke Rust vom Kirchenkreis-Jugendkonvent. Der Kirchenkreis-Synodenvorsitzende Ralph Scheferling, sein Stellvertreter, Pastor Andreas Anke, sowie die Beisitzer Friedrich Freiherr von Dörnberg und Steffen Lahmann wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Der Beisitzer Volker Kleinhans trat nach 15-jähriger Amtszeit im KKSV nicht wieder zur Wahl an.
Die bis Ende September von Pastor Axel Kawalla wahrgenommene Springerstelle im Kirchenkreis soll befristet auf fünf Jahre wieder neu besetzt werden. Die Bewerbungsgespräche für die Stelle sind bereits abschlossen.
Die Pfarrstelle Ahlten wurde zur Wiederbesetzung freigegeben. Dann sollen mit einer viertel Stelle auch Aufgaben außerhalb der Kirchengemeinde Ahlten wahrgenommen werden.