Lokalpolitiker kämpfen für Naturfreundehaus-Erweiterung

Betreiber Christian Helmreich (li.) erläuterte nach den Ortsräten Immensen und Arpke am Sonntag bei einer Land-Tour nun auch der dem CDU-Stradtverband die Erweiterungspläne, die das Naturfreundehaus für die nächsten Jahrzehnte sichern sollen. Regionsabgeordneter Bernward Schlossarek (re.) war ein besonders aufmerksamer Zuhörer. (Foto: Walter Klinger)

Starke Signale an Regionskollegen: Naturpädagogik-Standort erhalten!

LEHRTE/IMMENSEN. Parteiübergreifend bemühen sich derzeit KommunalpolitikerInnen aus Lehrte um den Erhalt des Naturfreundehauses Grafhorn am Burgdorfer Holz bei Immensen. Betreiber Christian Helmreich, als Naturschutzbeauftragter ehrenamtlich auch für die Region aktiv, möchte mit einem Anbau die in weiter Umgebung einzigartige Lage und Verbindung von Naturpädagogik und Kulturangeboten auch für die nächsten Jahrzehnte sichern. Die rot-grüne Mehrheit im Umweltausschuss hat die Beratung jedoch vorerst ausgesetzt, da die Hauserweiterung auf einen im Naturschutzgebiet gelegenen Acker erfolgen soll.
Von 30 auf 60 Betten in zeitgemäßen Standard aufstocken - und damit auch den häufig gewünschten Besuch von Doppelklassen ermöglichen - will Helmreich zusammen mit den Lehrter Naturfreunden. Auch ein Lehracker und ein nach Funden in der Umgebung mit dem Landesmuseum geplanter Nachbau eines frühgeschichtlichen Hauses gehören zu den Vorhaben.
Örtliche Politiker wie der stellvertretende Immenser Ortsbürgermeister Sören Giere und der ehemalige Arpker Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Bethmann fürchten nach dem Stopp im Ausschuss der Region nun um die EU-Förderung. Lehrtes CDU-Chef und Landtagsabgeordneter Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, dessen Stadtverband am Sonntag das Naturfreundehaus besuchte, versichtert dagegen, nächstes Jahr würden die Fördermittel vom Land für Kultur und Tourismus im ländlichen Raum sogar noch aufgestockt.
Nachdem nach der Stadt selbst die Regionsverwaltung das Projekt unterstützt, wünscht sich der Lehrter CDU-Regionsabgeordnete Bernward Schlossarek, "dass meine Kollegen von SPD und Grünen das hier einfach einmal sehen - dann würden sie mit Sicherheit positiv entscheiden". Zumal für 5.000 Quadratmeter Fläche 7.500 angrenzende Quadratmeter als Ausgleichsfläche zur Verfügung stehen.
SPD-Landtagskandidat Hans-Jürgen Licht hat indessen bereits einen Besuchstermin der Arbeitsgemeinschaft "Umwelt" der Regions-SPD in Grafhorn vermittelt. Und in Sachen Sicherung und Ertschließung von Fördergeldern auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch eingeschaltet. Es wird erwartet, dass auch die Grünen noch an ihre aus Lehrte stammende Regionsvorsitzende und stellveretretende Regionspräsidentin Doris Klawunde appellieren.