Lichtmenge anders verteilen

CDU-Piraten-Ratsgruppe schreibt Antrag

Lehrte (r/gg).. Auf Antrag der Frauen Union und der Jungen Union Lehrte fordert die Gruppe CDU/Piraten im Stadtrat, Beleuchtung effizienter einzusetzen und die Lichtverschmutzung in der Stadt zu verringern. Es soll ein Zeichen für Umweltschutz und Sicherheitgleichermaßen sein. Bereiche südlich des Bahnhofs seien für Passanten schlecht ausgeleuchtet, was zu einem Unwohlsein führen könne, so Karen Elfers, Vorsitzende der Frauen Union. Gleichzeitig sei es wichtig, dass Licht gezielt eingesetzt wird. „Unser Antrag wird nicht dazu führen, dass Licht an unsicheren Orten abgeschafft wird“, versichert sie. Der Antrag fordere die Stadtverwaltung zum einen auf, die Beleuchtung an bisher schlecht ausgeleuchteten Orten auszuweiten. Einwohner können dabei mithelfen, solche Orte zu identifizieren. Zum anderen soll die Stadtverwaltung Maßnahmen ergreifen, die die Lichtverschmutzung verringern. Dies könnten zum Beispiel eine Selbstverpflichtung, der Erlass einer Lichtschutzrichtlinie oder ein Lichtschutzbeauftragter sein. CDU-Ratsherr Marcel Haak erläutert: „Durch zielgerichtetere und effektive Beleuchtung, wo sie tatsächlich gebraucht wird, können Energie und damit Haushaltsmittel gespart werden“. Nach dem Antrag soll gestalterisches Licht auf ein sinnvolles Maß reduziert werden. „Mehr Lichtschutz führt zu einem klaren Sternenhimmel und mehr Biodiversität. Es profitieren also Umwelt und Steuerzahler“, wirbt Marco Quesse, Vorsitzender der Jungen Union Lehrte. Insbesondere nachtaktive Arten und Pflanzen leiden unter weißem, falsch gesteuertem Licht. Funktionales Licht, wie die Straßenbeleuchtung, soll daher gezielt nach unten gerichtet sein, um die auszuleuchtenden Bereiche zu erhellen, aber nicht den Himmel zu bestrahlen.