Lesung in der Bibliothek

Susanna Veenhuis stellt Afrikanisches vor

LEHRTE (r/gg). Das Veranstaltungsjahr der Bibliotheksgesellschaft geht langsam zu Ende. Die vorletzten Lesung dieser Saison ist am Dienstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek an der Burgdorfer Straße 16. Journalistin Susanna Veenhuis liest aus dem Buch „Ein Krokodil für Mma Ramotswe“ von Alexander McCall Smith. Der Autor wurde am 24. August 1948 in Bulawayo in Rhodesien geboren. Der britische Jurist und Schriftsteller begann seine Ausbildung in Simbabwe und beendete sie in Schottland. Er wurde an der University of Edinburgh zum Professor der Rechtswissenschaften ernannt. In dieser Rolle kehrte er zurück nach Botswana, wo er half, einen neuen Universitätszweig aufzubauen. Heute lebt er mit seiner Familie in Edinburgh. Alexander McCall hat über 100 Bücher geschrieben. Neben vielen Kinderbüchern, Romanen und rechtsmedizinischen Fachbüchern, schrieb er ab 1998 auch die Buchreihe: „Mma Ramotswe“.
Die Hauptfigur Mma Ramotswe betreibt die erste und einzige Frauendetektei Botswanas. „Ein Krokodil für Mma Ramotswe“ ist der erste Fall der afrikanischen „Miss Marple“, der gutmütig-scharfsinnigen, etwas übergewichtigen Mma Remotswe. Der Untertitel, „Erster Fall“, ist allerdings etwas irreführend, denn der erste Fall ist eigentlich eine Aneinanderreihung von vielen kleinen Fällen. Es ist aber keine Sammlung von Kurzgeschichten, sondern einfach ein Ausschnitt aus dem Leben der Privatdetektivin. Spektakulär sind ihre Aufgaben nicht – es gibt keine wilden Verfolgungsjagden, keine nervenzerreißende Spannung -, aber mit viel Witz, Charme und Scharfsinn ermittelt sie erfolgreich und verzaubert uns mit ihrer direkten Art und ihrer Unkompliziertheit.
Nebenbei erfährt der Leser viel über Afrika und Botswana, seine Kultur, Natur, Wirtschaft und die Mentalität seiner Bewohner. Gerade diese Einblicke, die nur ein Autor gewähren kann, der in Afrika aufgewachsen ist, macht das Buch so außergewöhnlich und hebt es aus der Masse der üblichen Krimis hervor.