Lehrter Bluesfestival liegt gut im Rennen …

Warten auf das Starsignal: Die Bluesfarben sind auch in Thönse allgegenwärtig. (Foto: Blues in Lehrte/Veenhuis)

… jedenfalls beim Aufsitzmäherrennen in Thönse

LEHRTE (r/kl). Auch wenn die Zeit knapp ist, selbst noch kurz vor ihrem am Samstag, 3. September, ab 16.00 Uhr am Lehrter Rodelberg beginnenden Bluesfestival, finden die Veranstalter immer noch Zeit für andere arbeitsintensive, kräftezehrende und zeitaufwändige Unternehmungen. So galt noch am vergangenen Wochenende alle Aufmerksamkeit des Bluesvereins der staubigen Piste beim Aufsitzmäherrennen in Thönse.
Zum zehnten Mal hatten die Veranstalter zu dem Großevent „Thönse24“ auf den Acker eingeladen. Wenn auch am Vorabend ein gewaltiger Sturm die bereits aufgestellten Zelte in der Boxengasse ordentlich durchschüttelte und anschließend Wassermassen vom Himmel stürzten, blieben doch die meisten „Boxen“ weitgehend unversehrt.
Statt mit Staub hatten die Fahrer mit Schlamm zu kämpfen. Daran, was weniger unangenehm ist, scheiden sich die Geister: Die einen behaupten, bei Staub sei die Sicht noch etwas besser – auch, wenn es zwischen den Zähnen und sonst überall ordentlich knirscht. Die anderen bevorzugen trotz braun zugekleisterter Brille und Bekleidung matschigen Untergrund, weil der Staub etwas gebunden ist. Und vielleicht auch deshalb, weil gewisse Kurvenmanöver mit weit aufspritzendem Schlamm umso spektakulärer wirken.
Mit etwa 20 Leuten, davon elf Fahrern, nahm das Blues-Racing Team jetzt zum achten Mal teil – und wieder mit zwei Rennobjekten: So reichte es in der Power Class mit den aufgemotzten Rennboliden gerade zu einem 55. Platz von insgesamt 70 Teams. Ein Achsbruch hatte dem Blues Racer nach wenigen Runden ein zeitweiliges Aus beschert. In der so genannten Main Class mit den etwas zahmeren Exemplaren starteten 20 Teams, darunter der erste und bisher einzige Elektro-Trecker im Feld, den die Bluesleute schon vor drei Jahren konstruiert hatten. „Der fährt natürlich nur mit grünem Strom“, erklärt Teamchef Hagen. Mit seinem sechsten Platz hat das wohl umweltfreundlichste aller teilnehmenden Gefährte einen unerwartet guten Rang erreicht.
Diesen Platz gilt es mindestens zu verteidigen, ist sich das Blues Racing Team einig. Denn nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Aber jetzt muss erstmal das Bluesfestival am 3. September gestemmt werden – man gönnt sich ja sonst nichts.