Konsequenz aus Wolfsschutz

CDU-Regionsfraktion stellt Forderungen auf

Altkreis (r/gg). "In den letzten Monaten sind in beunruhigender Anzahl Pferde und andere Weidetiere in der Region Hannover von Wölfen angegriffen und gerissen worden", so die wiederholte Feststellung von Oliver Brandt, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender in der Regionsversammlung. Mittlerweile gebe es im Burgdorfer Holz mindestens zehn Wölfe. Das Jahr 2020 könne als Wendepunkt angesehen werden. Die Situation werde von Woche zu Woche problematischer. Oliver Brandt erklärt: "Nur Landwirte oder gewerbliche Züchter (baurechtlich privilegiert) dürfen wolfsabweisende Zäune im Außenbereich der Ortschaften errichten. Flächen, die Privatpersonen gehören oder von diesen gepachtet sind, dürfen nicht eingezäunt werden. Privatpersonen und Hobbylandwirte ohne Baugenehmigung erhalten auch keine Zuschüsse für wolfsabweisende Zäune." Weiter stellt er fest, dass viele Pferdebesitzer und Hobbylandwirte mittlerweile aus Sorge um ihre Tiere allerdings bereit sind, diese Zäune auch ohne Zuschüsse zu errichten. Dies bedeutet neben teilweise hohen Kosten auch einen großen Verwaltungsaufwand (Bauvoranfrage inkl. Flurkarte, Flurstück, Skizze, Entwurfsverfasser Architekt oder Diplom-Ingenieur). Daraus resultiere folgender Forderungskatalog an Umweltminister Lies: wolfsabwehrende Zäune müssen in der Niedersächsischen Bauordnung verfahrensfrei gestellt werden, Bezuschussung für wolfsabweisende Zäune muss es auch an Privatpersonen ohne Baugenehmigung geben und per Erlass des zuständigen Ministeriums muss es die temporäre Duldung für acht Jahre für wolfsabweisende Zäune, die von Privatpersonen errichtet wurden, geben.
Oliver Brandt betont: „Die Region Hannover ist Pferderegion, das mussauch so bleiben."