Kommunalpolitiker beraten Stellungnahme zur MegaHub-Anlage Lehrte

Wie bei der ersten Information der Bahn im September 2012 (unser Foto), ist auch für die Beratung der abschließenden Stellungnahme der Stadt zur MegaHub-Anlage am Montag ab 17.00 Uhr, wegen des erwarteten Andranges, wieder das Kurt-Hirschfeld-Forum der Tagungsort. (Foto: Archiv/Walter Klinger)
Lehrte: Kurt-Hirschfeld-Forum |

Bahnvertreter beantworten dabei auch die Fragen der Bürger

LEHRTE (r/kl). Am kommenden Montag, 20. Januar, steht in der gemeinsamen Sitzung des Lehrter Bau- und Verkehrsplanungsausschusses zusammen mit dem Ortsrat Ahlten das Planzulassungsverfahren für den kombinierten Ladeverkehr auf der im Güterverkehrszentrum nahe Ahlten kurz vor ihrer Errichtung stehenden, etwa 110 Millionen Euro teuren "MegaHub"-Anlage auf der Tagesordnung.
Vertreter der Bahn werden dabei aus erster Hand Informationen zum aktuellen Planungsstand geben, das weitere Verfahren erläutern und wä#hrend einer Sitzungsunterbrechung für Fragen aus der Bevölkerung zur Verfügung stehen.
Die Sitzung ist auf Grund des erwartet großen Interesses in das Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16, verlegt worden. Beginn ist um 17.00 Uhr.
Die politischen Gremien werden im Anschluss an die Bürgerinformation und Fragestunde über die Stellungnahme der Stadt Lehrte zu dem von der Bahn betriebenen Planungszulassungsverfahren beraten und dem Verwaltungsausschuss des Stadtrates eine Beschlussempfehlung vorschlagen.
Von Bürgermeister und Verwaltung ist für die Lehrter Politiker bereits ein Entwurf dieser Stellungnahme erarbeitet worden, in welchem mehrere Planänderungen gefordert werden.
So solle das Eisenbahn-Bundesamt überprüfen, ob durch die heute vorliegenden geänderten Zugmengenprognosen gegenüber dem Planfeststellungsverfahren 2005 ein Anspruch auf zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen entsteht.
Die Stadt Lehrte bittet auch die Aussage der DB, dass durch den Erhalt des Gleises 301 östlich der Westtangente (nach den bisherigen Plänen sollte es nach Süden verlegt werden) keine „nennenswerte“ Zunahme der Gesamt-Immissionsbelastung durch Schienenverkehrsgeräusche erzeugt wird, auch im Schallgutachten zu dokumentieren.
Im Übersichtslageplan zum schalltechnischen Gutachten seien auch im
Bereich der MegaHub-Anlage Gleisänderungen bzw. -Verschiebungen dargestellt. Dieser Bereich wurde jedoch nicht im Gutachten untersucht - diese Unstimmigkeit müsse geklärt werden.
Darüber hinaus will die Stadt festgehalten wissen, dass die MegaHub-Anlage aufgrund der vorhandenen Verkehrswege zwar gut angebunden erscheint, die Erschließung der Anlage tatsächlich jedoch durch die Verkehrsprobleme auf der Autobahn 2 sowie im Bereich der B 65 erheblich beeinträchtigt wird. Eine weitere Verkehrszunahme, insbesondere des Schwerlastverkehrs in der Kernstadt und auf den Umleitungsstrecken könne nicht akzeptiert werden.
Auch ließen die angenommenen Szenarien im Brandschutzkonzept wesentliche Risiken, die auftreten können, außer acht. Die Annahme des Gutachtens, dass ein Brandausbruch in einem Transportbehältnis unwahrscheinlich ist, treffe nach jetzigem Kenntnisstand zu.
Hingegen müsse jederzeit damit gerechnet werden, dass Brände auf die Ladung von Lastkraftwagen, Zügen und abgestellten Ladeeinheiten übergreifen können und es nicht mehr möglich ist, die Ladeeinheiten mit Gefahrstoffen in die dafür vorgesehenen Leckagewannen zu setzen. Das Brandschutzkonzept sei diesbezüglich nachzubessern.