Klasse 10B des Gymnasiums Lehrte 3. bei „Mathematik ohne Grenzen“

Die siegreichen SchülerInnen im Landeswettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“. (Foto: Stiftung NiedersachsenMetall)

Gemeinsam remdsprachige Aufgaben im Landeswettbewerb gelöst

LEHRTE (r/kl). Laut brauste der Jubel durch die Aula der Schillerschule Hannover, als jetzt die niedersächsischen Gewinner des Schülerwettbewerbs „Mathematik ohne Grenzen“ bekannt gegeben wurden. Angetreten waren in diesem Jahr 136 Klassen der 9. und 10. Jahrgänge mit mehr als 3.700 SchülerInnen.
Ganz nach oben auf das Siegertreppchen kletterten die 9B1 vom Gymnasium
Johanneum aus Lüneburg und die 10B vom Gymnasium Sulingen und wurden dafür
mit je 300 Euro Preisgeld für ihre Klassenkassen belohnt. Auf die zweiten Plätze
rechneten sich die 9F vom Johann-Beckmann-Gymnasium aus Hoya und die 10C
vom Ratsgymnasium Peine. Sie freuten sich über je 200 Euro.
Als Drittplatzierte durften die 9MN vom Matthias-Claudius-Gymnasium aus Gehrden und die 10B vom Gymnasium Lehrte 100 Euro mit nach Hause nehmen.
Der Sonderpreis für die Schule mit den meisten erfolgreich teilnehmenden Klassen ging an das Johann-Beckmann-Gymnasium aus Lüneburg. Ein Mathekoffer wird hier künftig für nochmehr Spaß und Abwechslung im Unterricht sorgen.
Dass Mathe langweilig sei, glaubt an diesen Schulen auch jetzt schon niemand mehr.
Dazu beigetragen hat der Wettbewerb, an dem sich viele der preisgekrönten Schulen
seit Jahren beteiligen. Das Besondere: In über 17 Ländern rechnen rund 9.000
Klassen am gleichen Tag die gleichen Aufgaben.
In Eigenregie erarbeiten die SchülerInnen eine gemeinsame Antwort pro Aufgabe – neben mathematischem Geschick sind also auch Teamgeist, Zeitmanagement und sogar Fremdsprachenkenntnisse gefragt, da eine Aufgabe in einer europäischen
Fremdsprache gestellt wird und in dieser beantwortet werden muss.
In Niedersachsen wird der Wettbewerb von der Mathematikfachgruppe der
Schillerschule Hannover organisiert. Finanzielle Unterstützung erhält sie dabei von
der Stiftung NiedersachsenMetall, deren Anliegen es ist, bei jungen Menschen
Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken. „Schülerinnen und
Schüler erleben Mathematik im Unterricht zu häufig als trockene Theorie ohne
Praxisbezug,“ bedauert Olaf Brandes, Geschäftsführer der Stiftung
NiedersachsenMetall. „Die anwendungsorientierten Fragestellungen im Wettbewerb
hingegen erwecken die Mathematik zum Leben.“
Für Begeisterung sorgten auch zwei Referenten der Leibniz Universität Hannover:
Florian Leydecker (uniKIK) machte neugierig auf Schülerprojekte an der Uni und
Science-Slamer Markus Otto (Albert-Einstein-Institut) präsentierte das „Orchester im
Universum“.