Kita-Probleme sollen sich lösen

Personal und Verpflegungskosten im Blick

Lehrte (gg). Das viel beschriebene Fehlen von Fachkräften hat in den vorigen Wochen in der Kita Immensen-Arpke seine Wirkung in der Praxis gezeigt: Die von der Stadtverwaltung zunächst angekündigte und von Eltern befürchtete Schließung einer Gruppe zum 1. März ist jetzt aber abgewendet, weil "Erzieherinnen und Erziehern ihren ganz persönlichen Einsatz zu einer Lösungsfindung beigetragen haben", so die Mitteilung der Stadtverwaltung. Nicht mit flexibler Aufgabenverteilung abgefedert werden kann allerdings die Ganztag-Betreuungszeit . Zwar soll eine Frühbetreuung, vor 8 Uhr morgens, möglich bleiben, nicht aber die Nachmittagsbetreuung.  „Die aktuelle Bewerberlage lässt mich positiv in die Zukunft blicken. Ganz klares Ziel ist es, die vakanten Stellen zeitnah zu besetzen um schnellstmöglich wieder eine Abdeckung der Randzeiten anbieten zu können“, so Bürgermeister Frank Prüße. Die Anregung eines Personal-Controllings habe er bereits aufgegriffen und werde dem Rat der Stadt Lehrte empfehlen, hierfür Vorkehrungen im Stellenplan vorzusehen.
Nachgesteuert wird auch in Bezug auf die Ankündigung der Preisanpassung für die Verpflegung der Kita-Kinder in den städtischen Einrichtungen. Statt der vor einigen Wochen angekündigten Erhöhung der Pauschale, von 41 Euro pro Monat auf 97,30 Euro pro Monat, eine um die Personalkosten bereinigter Ansatz, soll es jetzt eine Gebührenstaffelung geben. "Damit folge ich den politischen Wünschen aus den Reihen der Ratsmitglieder", so der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung. Der Änderungsantrag soll zur sozial gelagerten Entlastung führen: "Denn Eltern, die bedürftig sind, wird der Kostenbeitrag für das Mittagessen vollständig erlassen, wenn sie ihren Anspruch nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) des Bundes geltend machen." Für Eltern mittlerer Einkommen, die keinen Anspruch auf BuT-Leistungen haben, werden nur geringfügige Anpassungen vorgenommen. Eltern hingegen mit einem sehr hohen Familieneinkommen werden stärker belastet als bisher. „Ich sehe in dieser Staffelung einen sehr guten Kompromiss zwischen unserer sozialen Verantwortung gegenüber den Eltern und dem verantwortungsvollen Umgang mit Steuermitteln“, so der Bürgermeister, „Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für den konstruktiven Dialog und bin gespannt auf die politischen Beratungen.“ Elternprotest hatte sich am Dienstag bereits organisiert: Rund 40 Mütter und Väter von Kita-Kindern protestierten in einer Versammlung vor dem Forum auf der Burgdorfer Straße für die personelle Verbesserung in den städtischen Kitas, für die verlässliche Ganztagsbetreuung, gegen die Erhöhung der Verpflegungspauschale und für ein Personal-Controlling in der Stadtverwaltung.