KGS Sehnde zeigt ihr buntes Schulleben

Joshua Fricke und Lucas Welsch erklären ihre Schaustücke.

Ausstellung „Lebensraum Schule“ gibt Einblicke in die AG`s und den Profilunterricht

VON DANA NOLL

SEHNDE. „Schule ist mehr als der sogenannte Kernunterricht“, zumindest im Verständnis der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS). So werden den Schülern hier Projekte und Aktivitäten geboten, bei denen sie sich vielfältig kreativ, aktiv und engagiert ausleben können. Dazu zählen neben dem Projektunterricht, die Arbeitsgemeinschaften, das Blasorchester, die Klassenfahrten oder auch die Sportgruppen. „Auf dieses reiche Schulleben sind wir stolz und tun alles, um dies zu erhalten und auszubauen“, so die KGS.
Und so gab es vor dem traditionellen „Bunten Abend“ am letzten Donnerstag in der Schulstraße sowie im Forum eine lebendige Ausstellung rund um den „Lebensraum Schule“, federführend begleitet von Rüdiger Streilein, Fachbereich Sport/Ganztag).
Von den insgesamt 15 Arbeitsgemeinschaften stellten sich einige vor, darunter die AG`s Mechatronik, Ski, Auschwitzgedenktag, Kochen, Mode nähen und zeichnen. Auf Schautafeln, Fotos und Plakaten hatten die Schüler ihre Erlebnisse dargestellt. Aber auch mit Hilfe von Anschauungsobjekten, wie beispielsweise Joshua Fricke und Lucas Welsch. In der Technik-AG konnten sie ihrer Leidenschaft rund um Antrieb, Mechanik, Elektro und Statik nachgehen.
„Mir gefällt es etwas selbstständig zu erschaffen. Nur am Schreibtisch sitzen, das wäre nichts für mich. Technik hat mich schon immer interessiert“, erzählt Lucas Welsch. „Es hat Spaß gemacht, Ideen zu sammeln und es dann selber umsetzen zu können“, ergänzt Joshua Fricke.
Experimentiert wurde auch in der Koch-AG. Denn kochen, konnte hier vorher fast keiner. Nun stehen große Bleche mit Streusel-, Schoko- und Zitronenkuchen in der Schulstraße – und nicht zu vergessen, die Zimtschnecken. „Das hat sehr viel Spaß gemacht“, erzählt Tim Syrovatskiy stolz.
Nähen und Zeichnen ist das große Hobby von Leonie Xenia und Hannah. Hier wurde im Teamwork eine schöne Stofftasche hergestellt. Während Hannah die Idee hatte und mit dem Kunstwerk bereits anfing, nähte es Leonie Xenia für sie fertig.
Von ihrer Reise nach Oswiecim/Polen und ihrem dortigen Besuch der heutigen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau berichtete die AG Gedenktag. Von „bedrückenden Gefühlen“ bis hin zu „sehr emotionalen Erfahrungen“ erzählten die Schüler. Aber auch von den ruhigen Momenten. „Es ist jetzt sehr friedlich hier, die Natur hat sich das Gebiet wieder erobert und das ist irgendwie auch beruhigend“, erzählt Anne Marie.