Katholische St. Bernward-Schule Lehrte feiert ihr 125-jähriges Bestehen

Zum Abschluss der Projektwoche begrüßt Schulleiter Gerald Becker (im Vordergrund) alle Kinder und viele ihrer Angehörigen in der Aula zur Präsentation der Ergebnisse. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Katholische Grundschule St. Bernward |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Bei Projektwoche Räume und Flure in ein Kunstmuseum verwandelt

LEHRTE (hdb). Schule vor mehr als 100 Jahren: Das waren Rohrstock und strenge Regeln, Schiefertafel und Griffelkasten. Diesen Einblick in frühere Zeiten gewährte 160 Kindern ein Trickfilm, der beim Finale einer Projektwoche in der Aula der St. Bernward-Grundschule uraufgeführt wurde. Die Festwoche aus Anlass ihres 125-jährigen Bestehens findet mit einem Festakt, einer Fete und einer Messe ihren krönenden Abschluss.
In Kooperation mit der Kunstschule Hildesheim beschäftigten sich die 160 Erst- bis Viertklässler fünf Tage lang mit altersgerechten Projekten unter dem Motto „Kunst in der Schule“. Die Mädchen und Jungen bastelten, malten, hämmerten und nähten nach Herzenslust, so dass bei der abschließenden Präsentation 16 unterschiedliche Ergebnisse die Schule in ein“ Kunstmuseum“ verwandelt hatten, wie die Projektleiterin alle Mitwirkenden - und das Lehrerkollegium - für ihren unermüdlichen Einsatz lobte.
Auch Schulleiter Gerald Becker zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt, die auch den Schulhof mit einbezog. In der Aula konnten die Besucher einen afrikanischen Maskentanz, eine Stabpuppen-Vorführung und eben jenen Trickfilm aus alten Schulzeiten erleben. Den Streifen hatten elf Kinder mit ihrem Projektleiter Johannes Menzel gedreht.
Vor geladenen Gästen beginnt am Freitag, 23. Mai, um 17 Uhr in der Aula der offizielle Festakt zum Schuljubiläum. Probst Martin Tenge wird die Festrede halten zum Thema „Katholische Schule im Wandel der Zeit – Aufgaben, Ziele, Perspektiven“. Die musikalische Gestaltung übernehmen Olivia Wald (Querflöte), Johanna Meißmer (Violine) und Louis Wald (Trompete). Die große Schulfete steigt ab 19.30 Uhr in der Pausenhalle. Mit einer Schul- und Familienmesse am Sonntag, 25. Mai, um 9.30 Uhr in der St. Bernward-Kirche endet das Jubiläumsprogramm.
Die St. Bernward-Schule ist eine katholische Angebotsschule, die am 20. Juni 1889 von der königlichen Regierung in Lüneburg als Privatschule genehmigt worden war. Der erste Unterricht begann am 29. Juni im Gebäude in der Feldstraße 4. Fünf Jahre später erhielt die Privatschule den Status einer öffentlichen Einrichtung. Während der Nazi-Zeit wurde die Konfessionsschule 1939 aufgelöst, im April 1948 aber wieder gegründet – mit einem Klassenraum in der Feldstraße und zwei weiteren in der Köthenwaldstraße. Als die Kommune 1965 den Neubau einer Volksschule an der Südstraße beschloss, übergab sie das bisherige Gebäude in der Feldstraße an die katholische Schule. Diese historischen Daten und weitere Informationen über die St. Bernward-Grundschule und ihren Namenspatron enthält eine 46-seitige Festschrift, die gegen eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich ist.