"Junge Leute sind wichtig"

Karl-Heinz Deichmeier und Carsten Borsum bei der Eröffnung des Drei-Dörfer-Weihnachtsmarktes in Aligse. (Foto: G. Gosewisch)

Blick nach vorn beim Drei-Dörfer-Weihnachtsmarkt

ALIGSE (gg). Zum 25. Mal hat der Drei-Dörfer-Weihnachtsmarkt (Aligse, Röddensen, Kolshorn) seine Pforten auf dem Aligser Festplatz, Unter den Eichen, geöffnet. Das Engagement der Organisatoren in ungebrochen, Besucher kommen zahlreich. „Das Konzept bewährt sich", sagte Carsten Borsum vom „Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft“ kurz vor der Eröffnung am Freitagnachmittag mit Blick auf die Verkaufsbuden, die Verzehr-Stände und Ausschank-Stellen. Überall waren die Helfer rechtzeitig auf ihren Plätzen. Alle Einnahmen sind ausschließlich für den guten Zweck bestimmt, die Angebote sind liebevoll handgemacht. Es sind alle ortsansässigen Vereine tatkräftig dabei. Getreu dem Motto: „Hier gibt es nichts vom Band- sondern alles von Hand!“ Die Theaterbühne im Pfadfinderzelt, der Posaunenchor Burgdorf mit dem Gastspiel und vieles mehr – das Programm kann an den drei Weihnachtsmarkttagen nicht vielfältiger sein. Und die Erlöse des Marktes sind für den guten Zweck bestimmt. In diesem Jahr werden Klinik-Clowns der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) begünstigt.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Drei-Dörfer-Weihnachtsmarktes ist dem Erfinder Karl-Heinz Deichmeier der Blick nach vorn wichtiger als der Blick zurück. Er sagt: „Es müssen junge Leute einbezogen werden.“ Gut sei daher, dass Carsten Borsum nun die Regie führe. „Er ist jünger und hat ein entsprechendes Umfeld. Ich bin jetzt 75 Jahre alt“, sagt Karl-Heinz-Deichmeier. „Alle wissen Bescheid und kümmern sich rechtzeitig, da brauche ich nicht zu erinnern“, sagt Carsten Borsum lobend über die vielen Ehrenamtlichen, die den Weihnachtsmarkt möglich machen. So verstehe sich vieles von selbst. „Es ist toll, wie das hier funktioniert“, sagt er, räumt aber auch ein, dass es anders nicht gehe, denn „ein Anleitungsbuch“ gebe es ja nun einmal nicht. Klar sei, dass Karl-Heinz Deichmeier einen Erfahrungsschatz im Kopf hat. „Damit ich nicht verschwinde, hat man mich zum Ehrenmitglied gemacht“, sagt der Erfinder mit einem Lachen.