Jugendliche segelten auf dem Ijsselmeer

Cool im Clüvernetz hängten die Konfis bei der Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer auch gerne ab. (Foto: Hinrich Renken, Inga Böhm, Charlotte Krüger)
 
Das Singen und Beten an Deck bei herlichem Wetter wird den Teilnehmern in Erinenrung bleiben. (Foto: Hinrich Renken, Inga Böhm, Charlotte Krüger)

Teamarbeit, Abenteuer und Glauben erlebt

LEHRTE (r/gg). Bereits zum elften Mal hieß es „Leinen los“ und „Schiff Ahoi“ für die Konfirmanden aus den evangelischen Kirchengemeinden Arpke, Immensen und Sievershausen. Zum ersten Mal dabei waren dieses Mal auch neun Konfirmanden aus Hämelerwald.
Freitagmorgen noch in Schule, aber dann ging es mit dem Bus ab Immensen los. Die 43 Konfirmanden wurden auf zwei Schiffen verteilt. Diese standen dann unter der Leitung der Pastoren Torsten Leiser (Immensen) und Anna Walpuski (Arpke). Beide wurden durch zehn zusätzliche Teamer, eine Mischung aus langjährig erfahrenen und ganz jungen aus den jeweiligen Nachbardörfern, tatkräftig unterstützt.
Auf einem dritten Schiff konnten, wie bereits in den letzten Jahren, 13 konfirmierte Jungendliche mitsegeln und sich in kleinen Unterrichtseinheiten zu zukünftigen Teamern fortbilden lassen. Es wurden ihnen die Anleitung von Spielen, rechtliche Rahmenbedingen, erste Hilfe, Gestaltung Andachten und vieles mehr nahe gebracht. Maike Niebergall (Arpke) leitete ehrenamtlich die Ausbildung auf dem Schiff. Sie berichtete: „Der nächste Schritt für die jungen Leute ist dann die Ausbildung zum Jugendleiter, und bald werden sie die Konfirmandenfahrten begleiten und betreuen“.
Die Konfirmanden fuhren auf der Auwe Neel mit insgesamt 22 Personen und der Grietje mit insgesamt 34 Personen an Bord.
Nach dem Frühstück und Klar-Schiff-Machen starteten die Schiffe jeden morgen von einem anderen Hafen. Die Konfirmanden mussten als Team immer kräftig mit anpacken. Gemeinsam wurden morgens die Segel gesetzt. Während der Fahrt erfolgten zwischendurch immer wieder kleine Wendemanöver, insbesondere beim Kreuzen gegen den Wind. Kurz vor der Einfahrt in die Häfen holte die Mannschaft die Segel wieder ein und verpackte sie ordentlich. Der tägliche Konfirmandenunterricht erfolgte während der Fahrt oder am späten Nachmittag im Hafen. Die im Unterricht angesprochenen Themen Mannschaft, Leuchttürme, Wind, Wellen, Steuermann und Hafen hatten immer einen christlichen Bezug sowie auch eine direkte Analogie zum Segeln. Auf allen Schiffen sorgte der Küchendienst mit Kochen und Abwasch für Essen und saubere Küche. Beim Schneiden der Zwiebeln flossen auch mal Tränen. Der Ordnungsdienst verhinderte mit dem täglichen Aufräumen und Kloputzen ein Chaos. Besonders beliebt war der Dokumentationsdienst. Ein Team schrieb jeweils einen Tagebucheintrag und bereitete die Abendandacht vor. Hierzu wurden Lieder, Texte und Gebete herausgesucht und geschrieben. Die Andacht bildete immer den Schlusspunkt der täglichen Segeltour.
Nach der Anreise und dem Einschiffen in Lelystad segelten die Schiffe am ersten Tag zunächst nach Medemblik. Danach ging es vor dem Aufziehenden stürmischen Wetters auf das Wattenmeer. Der Marinehafen Den Helder war das Ziel. Aber statt auf die Inseln zu segeln mussten man sich aufgrund der Wetterlage auf die Kanäle zurückziehen. Es sollte Richtung Amsterdam gehen. Jedoch bereitete eine Brückensperrung nach zwei Tagen die Umkehr nach Den Helder. Danach konnten alle jedoch bei bestem Segelwetter hart am Wind über das Wattenmeer zurück zum Ijsselmeer steuern und in Stavoren ankern. Von dort ging es über Enkhuizen zurück nach Lelystad.
Die 43 Konfirmanden, 13 Jugendliche und insgesamt 17 Betreuern erlebten eine wunderbare Woche. Die Skipper und Maate sorgten für eine sichere und zufriedene Segeltour. Der letzten Segeltörn ging zum Teil im Sonnenschein zum Zielhafen. Nach einer Stärkung an Bord wurde aufgeräumt und es ging wieder mit dem Bus zurück in die Heimat - so der Bericht von Hinrich Renken.

Bilder (Hinrich Renken, Inga Böhm, Charlotte Krüger)