Ist eine Zweistaatenlösung für Israel/Palästina noch möglich?

Wann? 07.10.2010 19:30 Uhr

Wo? Antikriegshaus Sievershausen, Zum Krähenfeld, 31275 Lehrte DEauf Karte anzeigen
Dr. Bernhard Klinghammer, ausgewiesener Kenner der Situation in der Westbank, berichtet in ievershausen. (Foto: Doku Stätte Svhsn)
Lehrte: Antikriegshaus Sievershausen |

Bernhard Klinghammer berichtet von einer politischen Studienreise in die Westbank

Seit dieser Woche rollen wieder die Bulldozer der israelischen Siedler auf palästinensisches Gebiet und bereiten aufkeimender Hoffnung auf Frieden ein jähes Ende. Der Fortgang der aktuellen Verhandlungsrunde zwischen der israelischen Regierung und der palästinensischen Führung liegt einmal mehr im Ungewissen. Aktuelle Eindrücke dazu vermittelt jetzt eine Veranstaltung im Antikriegshaus Sievershausen.
Ohnehin war seit Beginn dieser Verhandlungen fraglich, ob sie ein erfolgversprechender Schritt auf dem Weg zu einem Frieden in Nahost sein können, vielleicht - einmal mehr - die „letzte Chance“, dorthin zu gelangen.
Sind nicht alle Friedenspläne, die auf einem eigenständigen Staat Palästina beruhen, angesichts der durch die bereits bestehenden israelischen Siedlungen und deren Befestigungsanlagen im Westjordanland geschaffenen Realitäten ohnehin nur noch Makulatur?
Diesen Fragen wird sich am Freitag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr Dr. Bernhard Klinghammer, ausgewiesener Kenner der Region, bei einer öffentlichen Veranstaltung im Antikriegshaus Sievershausen, Zum Krähenfeld, stellen.
Bereits 1960 war Bernhard Klinghammer als Volontär im Kibuz Ramat Yochanan. 1983 verbrachte er anlässlich eines Israelaufenthaltes im Rahmen der Landkreispartnerschaft Unteres Galiläa/Landkreis Hannover einen Tag in den beiden arabischen Dörfern Daburiyya und Shibli in Untergaliläa. Dies führte unter anderem zu einem noch bestehenden Schüleraustausch mit der IGS Langenhagen.
Seit 1990 bereitet Berhard Klinghammer Volontäre der „Nothelfergemeinschaft der Freunde“ für Einsätze in jüdischen und arabischen sozialen Einrichtungen vor und reiste häufig zu Besuchen bei den Einrichtungen und in den arabischen Dörfern. 2009 hat er mit einer Reisegruppe der Palästina-Initiative Hannover zahlreiche Orte besucht und viele palästinensische Persönlichkeiten sowie Juden aus verschiedenen Friedensinitiativen kennengelernt.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.