Investition in die Zukunft

Präsentation der Solaroffensive (von links): Christine Karrasch, Lore Hellmann, Joachim Hellmann und Rike Arff. (Foto: Region Hannover)

Solar-Offensive bei Hellmann-Verpackung

Hämelerwald (r/gg). Klimaschutz, der sich lohnt: Lore und Joachim Hellmann haben das Dach ihres Verpackungsunternehmens energetisch auf Vordermann gebracht und erhalten von der Region Hannover dafür gut 43.000 Euro nach der Dach-Solar-Richtlinie. Von dem Förderprogramm profitieren seit Anfang 2020 Gebäudeeigentümer, die ihr Dach neu dämmen und zudem eine Solaranlage errichten lassen. Das kombinierte Angebot kommt an: Mehr als 160 Anträge hat die Klimaschutzleitstelle der Region in den letzten 16 Monaten bewilligt.
Für Joachim Hellmann war die energetische Sanierung eine Investition in die Zukunft: „Durch die bessere Isolierung sparen wir rund zehn Prozent unserer Heizkosten ein. Das Dach haben wir für die Errichtung einer Photovoltaikanlage vermietet“, erklärt der 79-Jährige; die Richtlinie macht dies möglich. Entscheidend ist: Seit April wird auf einem Teil des Dachs grüner Strom produziert. Dadurch waren 935 Quadratmeter Dämmung förderfähig. Je Quadratmeter gibt die Region 50 Euro aus ihrem Fördertopf dazu – maximal pro Gebäude 50.000 Euro.
Umweltdezernentin Christine Karasch erklärt den Ansatz der Förderung: „Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, müssen wir noch viel mehr Solar auf die Dächer bringen. Im gleichen Zug auch bei der Dämmung nachzubessern, bietet sich an: Die beste Solaranlage bringt nichts, wenn das Gebäude gleichzeitig Unmengen Energie verbraucht.“
„Inzwischen ist die Dach-Solar-Richtlinie auch bei Unternehmen gefragt“, berichtet Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle. Im ersten Jahr hatten vor allem Privatpersonen vom Fördertopf profitiert. „Uns freut das besonders, weil ein saniertes Firmendach das Potenzial hat, auf einen Schlag große Mengen Energie einzusparen und zu produzieren.“
„Vorbilder in der direkten Umgebung sind oft für Entscheidungen über die eigene Energieversorgung wichtig. Wer sich am Nachbarn mit Solarpanels auf dem Dach orientiert, beschließt auch vielleicht für sich, etwas für eine positive CO₂-Bilanz zu tun“, so die Hoffnung der Umweltdezernentin.
Neben Betrieben und Privatpersonen können zum Beispiel auch Vereine oder Kommunen auf eine Finanzspritze hoffen: „Die Dach-Solar-Richtlinie steht grundsätzlich allen Eigentümerinnen und Eigentümern in der Region offen. Und bei Fragen hilft die Klimaschutzleitstelle gerne weiter“, erklärt Rike Arff. 
Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per E-Mail an klimaschutzleitstelle@region-hannover.de. Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen: www.hannover.de/solarkataster