Initiative "Mega Leise" aktiv

Wolfgang Rottwinkel, Vorsitzender des Vereins "Mega Leise", moderierte die Versammlung im Landhotel Behre. (Foto: Privat)

Reaktion der Bahnverwaltung soll folgen

AHLTEN (r/gg). Knapp 50 Mitglieder nahmen an der Versammlung des Vereins "Bürgerinitiative Mega Leise" im Landhotel Behre teil. In seinem ausführlichen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate machte der Vorsitzende Wolfgang Rottwinkel die bisherige Leistung beim Einfordern von Lärmschutz im Bahn-Güterverkehr "Mega Hub" deutlich. Nach Gründung des Vereins am 15. März vergangenen Jahres blieben den Mitgliedern lediglich acht Wochen Zeit, um 20.000 Euro zusammenzubekommen, die für eine Klage auf aktiven Lärmschutz vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg notwendig waren. Mit Aktionen, Flugbblättern und Plakaten wurden die Bürger sensibilisiert. Die Spenden flossen in vielen Klein- und Großbeträgen. In kurzer Zeit wurden 130 Mitglieder gewonnen. Gespräche mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth und der SPD-Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch folgten. Wolfgang Rottwinkel meint, dass die Forderung von "Mega Leise" nach aktiven Lärmschutz beim "Mega Hub" in die Politik getragen worden sei. Zeitgleich mit dem offiziellen Spatenstich auf dem "Mega Hub Gelände" sei Klage gegen das Eisenbahnbundesamt (EBA) eingereicht worden. Danach musste die Klagebegründung geschrieben und diverse Schriften gesichtet werden. Viele weitere Argumentationen und Gegenargumentationen wurden verfasst. Das alles wäre ohne den Einsatz der vielen Mitglieder und des technischen Verständnisses von Maik Reiß, der sich intensiv mit den Schriftsätzen beschäftigt habe, nicht möglich gewesen, so der Hinweis von Wolfgang Rottwinkel.
Der rechtliche Sachstand aus Sicht des Vereins "Mega Leise": Im November 2018 wurde der Bürgerinitiative "Mega Leise" und dem EBA vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Durchführung einer Mediation nahegelegt. Während der "Mega Leise" der Durchführung zustimmte, lehnte das EBA die Mediation ab. Aufgrund von Terminengpässen wird das OVG wohl nicht vor Sommer 2019 mit der Bearbeitung des Verfahren beginnen können und hat das EBA Anfang Januar 2019 erneut um eine wohlwollende Prüfung einer Mediation gebeten.