"Infektionsketten durchbrechen"

Aufruf zum Testen auf HIV- und Syphilis-Infektion (links): Gesundheitsministerin Carola Reimann und Christin Engelbrecht, Geschäftsführung der Aidshilfe. Niedersachsen, , (Foto: ms)

Gesundheitsministerin ruft zum HIV-Test auf

Region (r/gg). Sozialministerin Carola Reimann ruft gemeinsam mit der Aidshilfe Niedersachsen zur Teilnahme an der landesweiten Testkampagne der niedersächsischen Aidshilfen auf. „Eine früh-diagnostizierte HIV-Infektion ist weder ein Todesurteil, noch lässt sich in ihr irgendein Grund für eine Ausgrenzung oder soziale Isolation begründen. Den eigenen HIV-Status zu kennen ist unser wichtigstes Gut, um die Infektionsketten zu durchbrechen“, erklärt die Ministerin.
„Jeder Mensch, der sexuell aktiv ist oder sich auf andere Weise dem Risiko einer sexuell übertragbaren Infektion aussetzt, sollte informiert sein und sich auch regelmäßig testen.
Die niedersächsischen Aidshilfen leisten hierzu wertvolle Arbeit, und stehen als erste Anlaufstelle den Bürgerinnen und Bürgern aus Niedersachsen zur Seite“, betont Carola Reimann.
„Ein Großteil der Menschen auch hier in Niedersachsen weiß noch nicht, dass Medikamente HIV im Körper unterdrücken - so gut, dass HIV nicht mehr übertragbar ist. Im täglichen Miteinander oder bei der Arbeit kann HIV sowieso nicht übertragen werden – unter Therapie nicht einmal beim Sex."
Die niedersächsischen Aidshilfen haben mit der landesweiten Testkampagne zu HIV und Syphilis unter dem Motto „Jetzt testen lassen! Anonym – schnell – kostenlos“ begonnen.
Mit den zur Verfügung stehenden Schnelltests liegen bereits nach wenigen Minuten die Ergebnisse vor. Eine erkannte Infektion ist immer besser als eine unbekannte. Bisher wissen in Niedersachsen 18 Prozent der Menschen mit HIV nicht von ihrer Infektion – das soll die Testkampagne ändern. Weitere Informationen unter www.jetzttestenlassen.de.