Individuelle Gesundheits-Leistungen auch hinterfragen . . .

Im Anschluss an das Referat wurde das reichhaltige und leckere Frauenfühstück des Sozialverbandes Sievershausen eröffnet. (Foto: SoVD Sievershausen)

Unabhängige Patitentenberatung beim SoVD-Frauenfrühstück in Sievershausen

SIEVERSHAUSEN (r/kl). Nach der Eröffnung durch die stellvertretende Vorsitzende Edith Grundstedt, die sich sehr erfreut über die zahlreichen Besucher zeigte, überbrachten beim Frauenfrühstück des Ortsverbandes Sievershausen im Sozialverband Deutschland (SoVD) die SoVD-Kreisfrauensprecherin inge Huwald und die Sozialmitarbeiterin Britta Weizenegger herzliche Grüße vom Kreisverband.
Zum Einstieg in ihr Referat gab Elke Gravert von der "Unabhängigen Patienberatung Deutschland (UPD)" einen kurzen Überblick über deren vielfältige Beratungsaufgaben, zum Beispiel Sozialrecht, Patientenberatung und physische Erkrankungen ein.
Die Expertin führte aus, dass mit etwa 68 Prozent Anteil Frauen in allen Bereichen der Beratung in Gesundheitsfragen führend seien. Dieses bedeute aber auch, dass Frauen häufiger den Arzt aufsuchen und mehr Medikamente einnehmen. Dadurch fallen bei Frauen aber weniger Krankheitstage an.
Frauen haben beim Herzinfaktrisiko gegenüber den Männern erheblich zugenommen. Besonders der Sinn so genannter individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) löste eine rege Diskussion aus. Seit 1998 werden die IGeL-Leistungen nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt. Somit wurde der Arzt bei diesen Leistungen „Dienstleister“.
Bei einigen IgeL-Leistungen ist der Nutzen aus wissenschaftlicher Sicht nicht nachgewiesen und sollte vom Patienten beim Arzt hinterfragt werden. Am Schluss des Referates forderte Elke Gravert alle Anwesenden auf, von ihrem Recht der Beratung durch den Arzt auch Gebrauch zu machen und keine Scheu vor dem Artbesuch zu haben.