„In längeren Linien denken“

Treffen in großer Runde: Bürgermeister Klaus Sidortschuk in der Mitte der Günen-Regionsabgeordneten. (Foto: G. Gosewisch)

Grüne-Regionsfraktion zu Gast beim Klaus Sidortschuk

LEHRTE (gg). Grüne-Regionsabgeordnete trafen sich zum Gespräch mit Bürgermeister Klaus Sidortschuk. Ziel war das Kennenlernen und das Erörtern der aktuellen Entwicklungen in der Stadt. „Eine Routine, wir besuchen nach und nach alle Kommunen, die zur Region Hannover gehören“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Evrim Camuz. Impulse aufnehmen sei das Ziel, um seitens der Regionspolitik unterstützend einzugreifen. Ein Beispiel biete da der von der Region geplante Radschnellweg nach Lehrte, ein Thema, auf das Evrim Camuz spezialisiert ist. Ihr klares Votum für den Bau bis nach Lehrte hinein und nicht nur bis zur Stadtgrenze, ein gut bekanntes Thema in Lehrte, nahm ihre Kollegin Swantje Michaelsen auf. Sie machte den Fortschritt der geplanten Baumaßnahme deutlich, für den die Finanzierung bereits gesichert sei – ein siebenstelliger Betrag. „Da sind noch viele Fragen zu den Unterhaltungskosten offen“, sagte Klaus Sidortschuk in Bezug auf die Radschnellweg-Verlängerung in Lehrte, der die Stadtkasse belasten würde. „Ich freue mich über die Offenheit“, sagte Svantje Michaelsen diplomatisch. „Wir haben eine Vision für die Region, sternförmig angelegte Radschnellwege, eine Anbindung der Umlandkommunen. Und es ist gut und wichtig in dieser Zeit, Visionen zu haben. Wir müssen in längeren Linien denken“, sagte Evrim Camuz. Gebaut werde nicht für die relativ wenigen Radfahrer derzeit, sondern dafür, viele Menschen zum Umsteigen auf das Rad zu bewegen und das sei in Zeiten der elektrisch motorisierten Fahrräder keine Frage der Distanzen mehr. „Es geht um die Fahrtzeit. Eine grüne Welle macht das Radfahren attraktiv“, erklärte Evrim Camuz.
Großes Lob sprach die Grüne Delegation der Stadtverwaltung und der rot-grünen Zusammenarbeit im Lehrter Stadtrat zur Entwicklung des Wohnungsbaus aus. Klaus Sidortschuk bestätigte: „Zu Beginn der Wahlperiode war unser Ziel, Tausend Wohnungen zu bauen. Und dieses Ziel werden wir bis zum Jahr 2022 erreicht haben. Mehr noch, bis dahin wird unsere Belegrechte-Bilanz positiv sein.“ Dass sich Wohnungsbau als Tochtergesellschaft der Stadt Lehrte bewähre, sei in der Region bekannt, so Evrim Camuz.