Impulse für den Handball

Handball-Trainerteam beim TVE-Sehnde: Sarah Wilhelmi (von links), Christian Krone und Ulrike Hacker. (Foto: Gesa Kracke)

Christian Krone ist Trainer der ersten Damen

Sehnde (r/gg). Nach dem Weggang von Kosmas Steinke als Trainer der ersten Damenmannschaft zum Ende der Saison 2018/2019 übernahm Sarah Wilhelmi übergangsweise das Amt der Trainerin der ersten Damen. Nun kann sich der TVE nach langer Suche über einen neuen Trainer freuen: Christian Krone übernahm im August den Trainerposten im Damenbereich. Der 36-jährige Sehnder war zuvor Trainer bei der ersten Herren der SG Luhdorf/Scharmbeck in der Landesliga Lüneburg. Auch wenn der Start der neuen Handballsaison aufgrund der Corona-Situation in das neue Jahr geschoben worden ist und aktuell nicht trainiert werden kann, blickt Christian Krone gespannt auf neue Herausforderung – denn eine Damenmannschaft hat er bislang noch nicht trainiert. Im folgenden Interview, das Ende Oktober entstanden ist, gibt es einen Ausblick.



Warum hast du dich für den Trainerposten beim TVE entschieden?

Ich wollte nach meiner Handball-Kreativpause unbedingt wieder als Trainer tätig sein. Es kribbelte mir schon seit längerem wieder in den Fingern, und da hab ich die Anzeige vom TVE gelesen und dachte, das muss ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Außerdem bin ich auch als aktiver Spieler in der dritten Herren dabei und dann freut mich das umso mehr meinem Verein dabei zu helfen den Handball in Sehnde noch weiter nach vorne zu bringen. Mit den zwei Hallen die uns hier zur Verfügung stehen genießen wir ja auch sehr gute Trainingsbedingungen, auch wenn wir in Punkto original Spielfeldgröße hier und da Abstriche machen müssen. Aber alles halb so wild.


Wenn man Dich nicht in der Handball-Halle findet, machst du was?

Wenn ich nicht gerade das nächste Training oder Spiel vorbereite oder arbeite, findet man mich wahrscheinlich im ortsansässigen Fitnessstudio. Entweder zum Trainieren oder um eine Runde zu Quatschen. Wenn ich da auch nicht bin, genieße ich das Nichtstun zusammen mit meinem Hund auf dem Sofa.

Was ist dein Ziel für die kommende Saison?

Ich bemühe mich die Dinge realistisch zu sehen. Das bedeutet momentan heißt das Ziel Klassenerhalt. Wenn man sieht, dass die letzte Saison stabil im Mittelfeld abgeschlossen wurde, sollte das kein Problem sein. Aber, die Mannschaft und ich, wir befinden uns derzeit in einer Findungsphase. Wir gewöhnen uns aneinander und an das, was Handball für mich ist und wie ich ihn sehe. Ich bringe neue Ideen mit und muss diese auch anpassen wenn ich merke, dass wir das (noch) nicht so umsetzten können. Es ist noch viel Arbeit. Ich kenne auch unsere Gegner nur vom Papier, anhand der Ergebnisse und Spielverläufe. Ich habe noch keinen wirklich gesehen also kann alles passieren. Klar wünsche ich mir in meiner Premierensaison gleich den Aufstieg, hat ja auch vorher schon mal geklappt, aber wir werden sehen wie wir uns in der Vorbereitung entwickeln. Die Mannschaft befindet sich aber auf einem sehr guten Weg, das kann ich schon mal verraten.

Worauf legst du besonderen Wert bei der Vorbereitung/ beim Training? Was ist dir beim Handball besonders wichtig?

Im Training ist mir besonders wichtig, dass wir ernsthaft trainieren. Das heißt nicht, dass nicht gelacht werden darf, damit meine ich, wir müssen so trainieren, dass wir es im Spiel einfacher als im Training haben. Es bringt niemandem was, wenn wir im Training nur Halbgas fahren. Wenn es da mal knallt und weh tut, ist das halt so. Macht ja keiner mit Absicht. Ich möchte auch, dass meine Mannschaft mitdenkt und Sachen hinterfragt. „Warum machen wir das jetzt? Welche Spielsituation ist das gerade? Können wir das nicht auch anders machen?“ Das zeigt mir, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen und nicht einfach nur das machen was ich vorgebe.

Worin siehst du eine besondere Herausforderung für die kommende Saison?

Ganz klar das was ich immer antworte, wenn mir diese Frage gestellt wird. Die Gute Laune innerhalb der Mannschaft hoch halten und dafür sorgen, dass die Spielerinnen nicht die Lust am Handball verlieren auch wenn es mal nicht so gut läuft.

Wie stellst du dir die Zusammenarbeit mit Sarah Wilhelmi und Ulrike Hacker vor?

Vorweg möchte ich sagen, dass ich ohne Ulli komplett aufgeschmissen wäre. Sie ist ja quasi Urgestein und weiß und kennt alles und davon profitiere ich im Moment so viel. Sie ist immer da, wenn ich was auf dem Herzen habe oder wieder mal eine unqualifizierte Frage stelle und zeigt alle Geduld der Welt mit mir. Da sie die Trainerin der 2. Damen ist, will ich natürlich weiterhin sehr eng mit ihr zusammenarbeiten. Es findet zwischen uns ein reger Austausch darüber statt und ich halte sehr viel von ihrer Meinung. Für Sarah freut es mich in erster Linie, dass sie sich nun, da ich ihr Traineramt übernommen habe, um andere Sachen kümmern kann. Sie hatte ja eh schon die Doppelbelastung als Trainer und Damenwartin im Verein. In dieser Funktion wird sie auch weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner für mich sein. Und manchmal ist sie ja auch wieder aktiv beim Training und vielleicht gibt's ja auch wieder ein Comeback von ihr als Spielerin, wer weiß?!

Gibt es abschließend noch etwas, was du loswerden möchtest?

Als Trainer ist es immer schön wenn man sieht, dass die Ideen die man hat, aufgehen und dass die Spielerinnen sich weiterentwickeln und mit Spaß und Feuer dabei sind. Aktuell trifft alles zu. Wir haben eine überragende Trainingsbeteiligung und ich habe das Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen. Das macht richtig Lust auf die Saison. Ich hoffe wir arbeiten weiter so zielstrebig bis zum ersten Anpfiff und natürlich darüber hinaus.
Das Interview führte Gesa Kracke vom TVE Sehnde.