Hinweise aus dem Dreißigjährigen Krieg erörtert

Gerd Biegel und Giesela Schulz beim jüngsten Vortrag im Antikriegshaus. (Foto: Heiner Behrens)

Historiker Gerd Biegel sprach im Antikriegshaus

SIEVERSHAUSEN (r/gg). "Kam der Winterkönig auf seiner Flucht im März 1621 durch Sievershausen?" Diese steile These erschien Professor Gerd Biegel gar nicht so abwegig, als er im Antikriegshaus Sievershausen einen Vortrag über regionale Ereignisse während des Dreißigjährigen Krieges hielt. Gerd Biegel ist kein Unbekannter in Sievershausen. Seit Jahren wird er vom Arbeitskreis Dorfgeschichte des Heimatbundes Sievershausen zu historischen Vorträgen eingeladen. Längst hat sich herumgesprochen, dass der Leiter des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte nicht nur ein exzellenter Historiker, sondern auch ein humorvoller Redner ist. Als Sprecherin des Arbeitskreises in Sievershausen pflegt Giesela Schulz einen guten Kontakt zu ihm.
Zur Eingangsthese, der Flucht des Winterkönigs, gibt es zwar keine Belege, aber Hinweise: Friedrich V. von der Pfalz, genannt der Winterkönig, war von 1619 bis 1620 König von Böhmen. Sein politisches Handeln war unter anderem Auslöser des Dreißigjährigen Krieges. Nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg gegen die Truppen des Kaisers habe er sein Herrschaftsgebiet verloren. Schließlich sei er im Jahre 1621 von Wolfenbüttel ins niederländische Exil nach Den Haag geflohen. Vielleicht habe er ja den alten Celler Heerweg benutzt und sei damit Sievershausen zumindest sehr nahe gekommen - so der Bericht von Heiner Behrens.