Hilfe der Bürger erbeten

In Schutzausrüstung soll, wie im vergangenen Jahr, die Herkulesstaude unschädlich gemacht werden. (Foto: Realverband Arpke)

Aktion zur Bekämpfung der Herkulesstuade

ARPKE (r/gg). Die Herkulesstaude, auch als Riesen-Bärenklau bekannt, hat sich in Arpke ausgebreitet. Im Jahr 2017 beschloss der "Arbeitskreis Kultur und Bildung im Dorf" eine Interessengemeinschaft aller Arpker Vereine, Verbände und Kirchengemeinden, den im selben Jahr von der EU für Deutschland als invasive, als Schaden ausrichtende, gebietsfremde Pflanze eingestuften Riesenbärenklau zu bekämpfen. Im Jahr 2018 wurde das Vorhaben umgesetzt. Dabei standen die Helfer an den Einsatzorten wie vor einer Wand. Die riesigen Pflanzen wuchsen aus armdicken Rüben, von denen der Vegetationskegel abzustechen war. Die Aufgabe schien schier unüberwindlich und es herrschten erhebliche Zweifel, ob es gelingen würde, das Problem zu bewältigen. Der Einsatz galt acht Standorten mit Massenaufkommen sowie weiteren erratisch aufgelaufenen Pflanzen an Weg- und Grabenrändern.
In beispielhafter Zusammenarbeit von Landwirtschaft, städtischem Bauhof, Jagdinteressenten und Arpker Bürgern erfolgte die Bekämpfung der Vorkommen sowohl großflächig maschinell als auch detailliert in Handarbeit.
Um Arbeitskräfte und Motivation nicht frühzeitig zu verschleißen, begrenzten die Organisatoren die Einsätze konsequent auf jeweils eine Stunde. "Dank einer großzügigen Bezuschussung durch den Realverband Arpke gelang es, bei mehreren After-Work-Partys die Arbeitsmoral für die jeweils nächste Einsatzrunde zu stärken", berichtet Otto Buchholz, Realverband-Vorsteher. Auf diese Weise wurden von Mai bis August immerhin 17 gemeinsame Termine wahrgenommen. Weiterhin, bis zum Vegetationsende sorgten dann locker untereinander vereinbarte Patenschaften für eine Beseitigung reliktischer Vorkommen.
"Nach Ende der Vegetationsperiode 2018 konnten wir bilanzieren, das auf den kartierten und kontrollierten Flächen jedwede Bildung eines Samenstandes des Riesenbärenklaus verhindert worden war", sagt Otto Buchholz.
Infolge der Aktion des vergangenen Jahres seien nach erster Inaugenscheinnahme erwartungsgemäß in den vergangenen Wochen in drastisch verringerter Dichte einjährige Pflanzen aufgelaufen, die in diesem Jahr noch keinen Samenstand ausbilden werden. Die bevorstehenden Arbeiten könnten daher etwas gelassener angegangen werden. Dennoch: Bürger sind aufgerufen, an der Bekämpfung der Herkulesstaude teilzunehmen. Informationen gibt es in der Auftaktveranstaltung am Montag, 6. Mai, und an den darauffolgenden Abenden um 18 Uhr am Dorfteich. Mitzubringen ist ein Spaten. Die persönliche Schutzausrüstung sowie auch einige Werkzeuge werden von einer Arpker Wasserbaufirma zur Verfügung gestellt.