Haupt- und Realschule Lehrte informierten Viertklässler und Eltern über Ganztagsangebot

Die Tanz-AG begrüßt in der Eingangshalle die künftigen Realschüler und deren Eltern beim „Tag der offenen Tür“. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Beim „Tag der offenen Tür“ war auch die städtische Schulpolitik ein Thema

LEHRTE (hdb) Im Schulzentrum Lehrte-Süd stehen - geht es nach dem Willen der rot-grünen Ratsmehrheit - gravierende Änderungen bevor. Die aktuellen Pläne waren auch beim „Tag der offenen Tür“ an der Haupt- sowie der Realschule ein Randthema. Im Mittelpunkt standen allerdings Informationen für künftige Fünftklässler und deren Eltern.
„Das Schulzentrum Süd arbeitet beim gemeinsamen Angebot von Arbeitsgemeinschaften im Ganztagsbetrieb gut zusammen“, fasste Hauptschulleiter Burkhard Kappe die Kooperation zwischen seiner Schule, der benachbarten Realschule und der Berthold-Otto-Schule zusammen. Kappe zeigte sich allerdings „irritiert“ über die gerade erst bekannt gewordenen Pläne der Ratsmehrheit, im Schulzentrum eine IGS ohne Einbeziehung der Realschule installieren zu wollen. “Wir hätten eben gern ein integratives System, und ohne Realschulzweig ergeben sich noch viele Fragen“, meinte Kappe.
Wie Kappe fühlten sich auch Realschulrektorin Ilse Beuke und ihre Stellvertreterin Urte Kyas in die Entscheidungen zur künftigen Schulstruktur nicht rechtzeitig eingebunden. Immerhin sei aber erfreulich, sagte Beuke, dass dem Elternwillen Rechnung getragen werden und die Realschule als selbständige Schulform erhalten bleiben solle. Sie rechnet im neuen Schuljahr mit einer Vierzügigkeit der neuen fünften Klassen.
Diese können dann, wie ausführliche Infos beim „Tag der offenen Tür“ zeigten, im viertägigen Ganztagsbetrieb zwischen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften - insbesondere im musischen und sportlichen bereich – wählen. Gewährleistet ist auch, wo nötig, Förderunterricht, Mittagessen und Hausaufgabenhilfe.
Beukes Kollege Kappe zeigte sich zufrieden insbesondere über die inzwischen gute Ausstattung für einen differenzierten Unterricht und lobte dabei die problemlose Unterstützung durch die Stadt. An die Landesschulbehörde hat er angesichts der Flüchtlingsproblematik allerdings einen Antrag zur Einrichtung einer Sprachlernklasse für alle Schüler der Sekundarstufe I im gesamten Stadtgebiet gestellt.
Kappe rechnet für das nächste Schuljahr mit etwa 14 neuen Fünftklässlern, obwohl die Zahl der Laufbahnempfehlung für die Hauptschule 91 betrage. Außerdem hofft Kappe, dass die derzeit gute Lehrerversorgung erhalten bleibt, wenn zwei Kollegen zum Schuljahresende pensioniert werden.