"Hat Aligse einen neuen Dom?"

Die Stahlkonstruktion für die neue Werkstatt der Bank Landtechnik GmbH sorgt in Aligse für Aufsehen. Firmenchef Heiner Bank (links) pflegt mit seinen Mitarbeitern die Vorfreude. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Scherzfragen werden bei Landtechnik Bank geduldig beantwortet

Aligse (gg). Angesichts der Baustelle mit beeindruckenden Dimensionen bei Landtechnik Bank, zwischen der L443 und der Peiner Heerstraße 32 mitten im Dorf, mangelt es den Beschäftigten derzeit nicht an flapsigen Sprüchen der Passanten. Firmenchef Heiner Bank, der den Familienbetrieb in vierter Generation führt, freut sich über einen rundum positiven Zuspruch. Der bisher lustigste Kommentar „Steinwedel hat eine Kirche, Aligse hat einen Dom“ bleibe durchaus im Gedächtnis. Und die auch die Scherzfrage, ob bald ein Airbus zur Reparatur kommt, werde immer wieder geduldig beantwortet. Tatsächlich sei die Firsthöhe von 11,75 Meter sicherlich außergewöhnlich, gleichermaßen aber auch eine logische Folge der technischen Entwicklung. „Ein Mähdrescher ist heutzutage vier Meter hoch. Wenn wir den Motorblock ausbauen wollen, müssen wir ihn nach oben raus heben und dafür ist ein Deckenkran sehr hilfreich“, erklärt Werkstattmeister Karsten Eilmann, der seit mehr als 30 Jahren bei Bank tätig ist. Dass ein Trecker heutzutage 500 PS haben kann, ein Mähdrescher 700 PS und ein Hechsler gar eintausend PS stark sein kann, habe er sich bei Beginn seiner Ausbildung nicht vorstellen können. „Die Azubis heute haben ganz andere Ausbildungsschwerpunkte“, sagt der Werkstattmeister in Bezug auf die Elektronik, die heutzutage im Einsatz ist. Wirklich gut sei, dass bei allen Anforderungen im Betrieb die Stimmung unter den Beschäftigten positiv bleibe. Karsten Eilmann sagt: „Es ist wirklich sehr viel zu tun und dennoch hat sich ein Mitarbeiter den Spaß gemacht, einen Weihnachtsbaum mitgebracht und ihn hoch oben an die Stahlkonstruktion gehängt. Das ist eine wirklich sehr feine Geste und hat alle gefreut.“
Die Landtechnik Bank GmbH bietet insgesamt 20 Arbeitsplätze, davon 13 in der Werkstatt. Sechs Azubis, darunter zwei Mädchen, sind im Team. Für den Neubau ist ein Teil der alten Werkstatt gewichen. Der Umbau erfolgt im laufenden Betrieb. Baubeginn war im März 2020, Fertigstellung soll im April 2021 sein. Investiert wird ein hoher sechsstelliger Betrag. Firmenchef Heiner Bank erklärt: „Uns ist wichtig, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. So wird das Dach ein Lichtband bekommen, sodass Tageslicht in der Werkstatt ist. Die 520 Quadratmeter große Grundfläche wird gedämmt, damit keine Fußkälte entsteht. „Keiner soll hier auf Beton stehen. Hier wird gefliest“, sagt Heiner Bank und freut sich zudem auf den Einbau der Infrarot-Heizung für ein angenehmes Arbeiten, ohne Heiz-Gebläse und ohne Staubbelastung.