Gymnasiasten informieren Politker

Maria Flachsbarth (von rechts) und Klaus Sidortschuk nahmen im Gymnasium die Impulse der Schüler auf. (Foto: Gymnasium Lehrte)

Internationale Internetseite für Jugendliche erstellt

LEHRTE (r/gg). Oberstufenschüler des Gymnasiums haben den Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) sowie dem Lehrter Bürgermeister Klaus Sidortschuk ihre selbstgestaltete Internetseite zur Berufs- und Studienorientierung präsentiert. Mittlerweile ist aus der anfänglichen Idee, Jugendlichen dabei zu helfen, das Labyrinth des europäischen Arbeitsmarktes zu entwirren, eine in Zusammenarbeit mit den Ländern Polen, Ungarn und Lettland internationale Seite entstanden, die seit letztem Jahr online ist www.ariadnes-labyrinth.com.
Um das Projekt und die Internetseite international voranzubringen, präsentierten die Schüler ihr Projekt schon zweimal in Brüssel vor EU-Abgeordneten als auch Kommissionsmitgliedern aus Arbeit/Soziales und Kultur. Desweiteren führten die Schüler unter Anleitung ihrer Leiter, Ralph Grobmann und Markus Bauer, eine interessante Dialogstunde mit dem EU-Vertreter der Bundesagentur für Arbeit Wolfgang Müller, der dieses Projekt für sehr förderlich hält. Das Projekt entstand in 2016 unter dem europäischen „Erasmus+“ Programm und brachte die Projektgruppe mit ihren Partnerländern Ungarn, Polen und Lettland zusammen, mit denen sie an der Internetseite zusammenarbeiten, und es endete in 2018. Insofern bemühen sich die Projektteilnehmer um weitere Förderungsmittel.
Die Internetseite soll nicht nur den interkulturellen Austausch fördern, sondern vielmehr Impulse und Orientierung über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene geben. Auf der Internetseite sind dementsprechend auch Persönlichkeitstest, Informationen zur Ausbildung sowie zum Studium als auch Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung installiert, nebst einem Terminkalender, der mit einer Informationsveranstaltung zur Berufsorientierung gefüllt wird.
Um Jugendlichen einen Eindruck über die Angebote zu geben, findet man außerdem Erfahrungsberichte über verschiedene Studiengänge und Ausbildungsberufe, dies sei „unser Alleinstellungsmerkmal“ betonte der Projektleiter Ralph Grobmann, was von anderen - bereits installierten europäischen Plattformen - nachhaltig unterscheide.
Zusätzlich soll ein Austausch zwischen Firmen und jungen Europäern entstehen, die auf der Suche nach einem Praktikum, einer Ausbildung, einem Studienplatz oder einen Job sind, indem es beiden Seiten möglich ist ein Profil zu erstellen und so passende Stellen oder Bewerber zu finden.
„Wir sind 2016 mit dem Ziel gestartet, in Europa den interkulturellen Austausch zu fördern, die hohe Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen und Studien- und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden“, formuliert die Schülerin Sarah Böttcher das Ziel der Projektgruppe während des anstehenden Treffens. Drei Jahre später ist genau das immer noch das Ziel und die Schüler bauen auf die Unterstützung der nationalen und europäischen Politik wie auch auf das Interesse weiterer Partnerfirmen.