Gute Laune beim Public Viewing in Wassel überstand sogar Stolper-Halbzeit

Jubel erst in der Halbzeit: Das Tor gegen Nigeria wird vor der Großleinwand in der Wasseler Turn- und Veranstaltungshalle beklatscht. Reicht die Faszination für BesucherInnen auch am „entspannten“ nächsten WM-Dienstag? (Foto: Walter Klinger)

Wieviel werden Dienstag gegen Frankreich vor die Leinwand kommen?

SEHNDE/WASSEL. Gemeinsam mitleiden und mitfeiern: Zum Auftakt der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft bereits einmal ein volles Haus hatte der Arbeitskreis „Frauen für Sehnde“ bei seinem Public Viewing im ansprechenden Ambiente der Sport- und Veranstaltungshalle des MTV Wassel in der Großen Kampstraße 7a – auch Sehnder Prominenz lässt sich dort gerne sehen.
Besonders weil die weiblichen Fußball-Profis seit 2003 erfolgreich den WM-Titel verteidigen, war es für den Sehnder Frauen-Arbeitskreis keine Frage, ihnen so viel und auf so großer Leinwand Aufmerksamkeit zu verschaffen, wie ihren männlichen Fußball-Kollegen.
Die Stimmung ist hier so gut, dass in bester Geselligkeit selbst die verstolperte erste Halbzeit der Begegnung gegen Nigeria gut gelaunt überstanden wurde – gemeinsam macht Fußball schauen eben mehr Spaß. Die deutliche Steigerung in der zweiten Spielhälfte und der Einzug ins Viertelfinale konnte dann doch noch gebührend bejubelt werden.
Übrigens haben die Frauen nur knapp eine Mehrheit unter den ZuschauerInnen. Und gibt es über das Public Viewing hinaus treue Frauen-Fußball-Anhänger auch unter den Männern. Der ortsansässige Horst Feuchter etwa versäumt kein Spiel von Turbine Potsdam. Zu beobachten ist auch, dass der Frauenfußball in Sachen Härte auf dem Spielfeld zunehmend mit den Männern gleich zieht.
Ansonsten ist das Schau-Vergnügen in Wassel parteineutral: Neben weiteren Ratsmitgliedern saß Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke am Donnerstag neben seinem Herausforderer Wolfgang Toboldt und dem 1. Stadtrat Rolf Steinhoff.
Nur eine – stets zu begeistern für eine gute Sache – stand draußen eine Halbzeit am Grill: Ortsbürgermeisterin Almuth Gellermann grillte Würstchen und Geflügelfrikadellen, verteilte dann drinnen das obligate Weingummi für jedes deutsche Tor (dieses Mal nur eines).
Die Nagelprobe für die Treue zur Deutschen Frauen-Nationalmannschaft gibt es dann am Dienstag, 5. Juli, ab 20.45 Uhr beim Spiel gegen Frankreich, bei dem es parktisch um nichts mehr geht, denn das Viertelfinale ist für beide sicher. Dennoch wird, bei prompten und gepflegten Getränken, zum vorerst letzten Mal das Public Viewing in Wassel angeboten – man(n) darf gespant sein, wieviel ZuschauerInnen die FußballerInnen dann ziehen …