Grußwort der Stadt Lehrte zum Jahreswechsel 2013/2014

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk. (Foto: Stadt Lehrte)
Lehrte: Rathausplatz Lehrte |

Bürgermeister Klaus Sidortschuk hält Rück- und Ausblick

Liebe Lehrterinnen und Lehrter,
das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Ich wünsche Ihnen ausreichend Zeit und Muße, in den vermeintlich „ruhigeren Tagen“ des Jahres inne zu halten und vielleicht auch etwas Abstand vom Alltag zu gewinnen. Diese Zeit soll uns Gelegenheit geben, uns zu besinnen, zurück zu schauen auf das was war und auch dazu, vielleicht schon erste Wünsche und Erwartungen für das kommende Jahr 2014 zu formulieren.
Für die Stadt Lehrte und damit für alle Lehrterinnen und Lehrter war das Jahr 2013 ein ereignisreiches Jahr. Besonders in Erinnerung bleiben werden die Debatten zum Thema Schulentwicklungsplanung. Neben den Beratungen in den politischen Gremien wurden zwei Elternbefragungen in die Wege geleitet, die unmittelbare Auswirkungen auf die Schullandschaft in Lehrte haben werden.
Inhaltlich geht es um die mittelfristige Weiterentwicklung des Schulzentrums Lehrte-Süd in eine integrierte Schule sowie die Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Lehrte. Auf die Ergebnisse und die weiteren Beratungen, die uns auch im Jahr 2014 noch intensiv beschäftigen werden, bin ich bereits sehr gespannt.
Aber auch für unseren kleinsten Einwohnerinnen und Einwohner gab es im Jahr 2013 nennenswerte Ereignisse: So konnte die evangelische Kindertagesstätte „Markus KiTa Am Stadtpark“ ihren Betrieb aufnehmen und bietet seit August bis zu 55 Kindern einen Betreuungsplatz.
Bereits nach sehr kurzer Zeit waren sämtliche Plätze vergeben. Aber auch in den Ortsteilen wird das Betreuungsangebot kontinuierlich ausgebaut. So begannen in Ahlten und Immensen/Arpke die Bauarbeiten für zwei neue Kindertagesstätten, in denen ebenfalls ab Oktober des nächsten Jahres jeweils bis zu 55 Kinder betreut werden können.
Bereits in diesem Jahr wurden in Lehrte eine Reihe von Bauarbeiten begonnen, die dazu beigetragen haben, die Infrastruktur unserer Stadt weiter zu verbessern. So nenne ich stellvertretend die beiden größten Vorhaben: den teilweisen Ausbau der Manskestraße und die Sanierung der L413 in Hämelerwald.
Beide Maßnahmen waren verbunden mit spürbaren Auswirkungen für viele Lehrterinnen und Lehrter. Doch die Erneuerungen waren unverzichtbar und auch unaufschiebbar und die Ergebnisse zeigen, dass es gut und richtig war, diese Baumaßnahmen jetzt anzugehen.
Das Erscheinungsbild unserer Stadt wird sich auch zukünftig weiter entwickeln und optisch verändern. Mit der Grundsteinlegung für das neue Kundenzentrum der Stadtwerke Lehrte GmbH bekommt die Stadt Lehrte am Standort des ehemaligen E-Werkes ein neues Gesicht, ein Tor, gerahmt durch unseren Energieversorger Nr. 1. Sicher ist die erforderliche Investition von immerhin 8 Millionen Euro enorm. Aber sie ist nach meiner festen Überzeugung die richtige Investition zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Nach den aktuellen Planungen beginnen im April 2014 Arbeiten, an die bis vor kurzer Zeit Viele nicht mehr wirklich geglaubt hatten. Mit dem Bau der Megahub-Anlage wird ein Verfahren fortgeführt, das erstmals im Jahre 1989 diskutiert wurde. Für alle Verantwortlichen wird es jetzt darum gehen, die Bauarbeiten eng zu begleiten und die Auswirkungen des Betriebes so gering wie möglich zu halten.
Ein weiteres großes Bauvorhaben ist der Parkhausneubau. Der vom Rat der Stadt Lehrte beschlossene Entwurf wird dem Zentrum an diesem alten und zugleich neuen Standort ein völlig neues Gesicht geben und die Attraktivität der Stadt Lehrte weiter stärken. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass uns für die Zeit der Bauarbeiten ein schwieriges Jahr bevorsteht. So fallen auf einen Schlag für etwa ein Jahr 300 Parkplätze weg und müssen an anderer Stelle kompensiert werden. Zunächst gilt es aber, eine gute Planung zu vervollständigen und die Vorbereitungen so zu treffen, dass der Abriss des alten und vor allem der Neubau des neuen Parkhauses gut gelingen. Deshalb ist es gut möglich, dass das Jahr 2014 der intensiven Vorbereitung dient und der Bau erst im Jahr 2015 startet.
Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass es nach jahrelangem Stillstand nun endlich mit dem Gebäude der ehemaligen BBS weiter gehen wird. Mit der Lehrter Wohnungsbau GmbH hat sich eine Investorin gefunden und wird, da bin ich mir sicher, die für die Stadt Lehrte richtigen Entscheidungen treffen.
Im Zuge der Arbeiten zum Ausbau des Ahltener-Iltener Grenzgrabens ist Lehrte aus zwei Gründen ein Stück sicherer geworden: Einerseits wird der Grenzgraben seinen Zweck erfüllen und Schutz vor Hochwasser bieten. Andererseits konnte in diesem Bereich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen und unschädlich gemacht werden. Mit einer sehr kurzen Vorlaufzeit von nur wenigen Stunden mussten 7.000 Menschen evakuiert werden, ehe das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg sicher entschärft werden konnte. An dieser Stelle sei nochmals ein großer Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfern gerichtet, ohne die eine solche Maßnahme nicht zu bewältigen wäre.
Danken möchte ich auch in diesem Jahr allen Lehrterinnen und Lehrtern, die sich zum Wohle Lehrtes in den verschiedensten Bereichen unserer Stadt ehrenamtlich engagieren. Stellvertretend sei ein Projekt genannt, das für mich Symbolcharakter für das Miteinander in Lehrte hat. So wurden wir alle Zeuge einer großen solidarischen Welle, um den Erhalt des „Anderen Kino“ sicher zu stellen. Durch zum Teil erhebliche Spendenbeträge können die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinos aufatmen und die notwendige und zugleich sehr kostspielige Umstellung auf digitale Technik in die Wege leiten.
Dieses kurze Grußwort kann nur ein Blitzlicht sein und nicht alle Bereiche anführen, die neben dem Genannten ebenso große Bedeutung haben. Ich bitte Sie sich einzubringen und die Entwicklungen in unserer Stadt kritisch und konstruktiv zu begleiten.
Ich wünsche Ihnen einen schönen und stimmungsvollen Jahreswechsel im Kreise Ihrer Familien, Freunde und Bekannten. Gleichzeitig wünsche ich Ihnen und uns allen einen guten Start in ein ereignisreiches Jahr 2014, das Ihnen vor allem Gesundheit und persönliches Wohlergehen bringen möge!
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Sidortschuk
Bürgermeister