GrundschülerInnen aus Lehrte waren zur Umweltbildung als Waldarbeiter aktiv

Mittags gab es bei der lehrreichen Baumpflanzaktion für die fleissigen WaldarbeiterInnen eine kräftig Suppe. Die ließen sich SchülerInnen, Lehrkräfte sowie Rotarier und Forstamtsmitarbeiter bei herrlichem Sonnenschein schmecken. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)
 
Unermüdlich und gut gelaunt waren die SchülerInnen der Albert-Schweitzer-Schule mit dem Pflanzen der Buchensämlinge beschäftigt. Die gemeinschaftliche Arbeit mit den Erwachsenen bereitete ihnen sichtlich viel Freude. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Auch Rotary Club Lehrte unterstützt Baumpflanzung und Exkursionen

LEHRTE/IMMENSEN/ARPKE (dik). Das Jahr 2011 ist das „Jahr der Wälder“, die als Rohstofflieferant dienen, Lohnarbeit und die Heimat für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt bieten. In der Revierförsterei Beerbusch, nahe des Naturfreundehauses Grafhorn, pflanzten jetzt, als praktische Übung zu umweltkundlichen Themen, 30 SchülerInnen aus 1. und 4. Klassen der Albert-Schweitzer-Grundschule Lehrte 720 Buchensämlinge in den frühlingsfrischen Waldboden. Unterstützt wurden sie dabei von Mitgliedern des Rotary Clubs Lehrte und Forstbeamten des Forstamtes Fuhrberg.
Die Frühlingssonne strahlte über 20 Grad warm durch das zarte Blattgrün der Bäume, als Thomas Behling, Leiter der Revierförsterei Beerbusch in Arpke, und Hans-Jürgen Thies vom Waldpädogogikzentrum der Landesforsten den Beteiligten eine Einweisung in die fachgerechte Baumpflanzung gaben.
Anschließend griffen die Kinder voller Elan ihre Spaten, lockerten die Erde auf und bahnten sich mit zehn erwachsenen Helfern einen Weg durch das sperrige Wurzelwerk und manchmal auch über steinigen Boden, um den kleinen zarten Pflänzchen, die einmal über 100 Jahre alt werden sollen, einen Platz zum Wachsen zu ebnen.
Gleichzeitig erfuhren die GrundschülerInnen, wie viel Zeit und Pflege ein zartes Pflänzchen benötigt, um zu einem mächtigen Baumriesen heran wachsen zu können, und dass sie deshalb Buchen pflanzten, weil ein Mischwald stabiler und widerstandsfähiger auch gegen Käferschäden ist. Darüber hinaus erfuhren sie von dem Förster, dass Buchen von Natur aus in das Gebiet gehören und seit der Sturmkatastrophe von 1972 unterrepräsentiert sind.
Erst gegen Mittag gönnten sich alle eine Pause bei einem zünftigen Mittagessen, das vom Rotary Club Lehrte gesponsort wurde. Dieser unterstützt die Baumpflanzaktionen der Albert-Schweitzer-Schule seit 2007 zum wiederholten Mal und kümmerte sich um den Bustransfer der Kinder und um die Verpflegung. „Jeweils zwei bis drei Kinder wurden dabei von elf rotarischen Freunden unter die ,Fittiche' genommen,“ scherzte der Präsident der Lehrter Rotarier, Dr. Axel Mausolf, dem die Waldarbeit genauso viel Freude bereitete wie den Kindern.
Der Waldpädagoge Hans-Jürgen Thies freut sich besonders, dass die Kinder nun viele Jahre beim Waldspaziergang „Ihren“ Wald wachsen sehen können. „Das ist auch ein toller Ansporn für die ganze Familie einmal hinaus zu gehen in die freie Natur,“ so Hans-Jürgen Thies.
Mit dabei waren auch die Lehrkraft der Albert-Schweitzer-Schule, Marina Loß und Schulleiterin Beate Forgber. Beim Blick auf die eifrigen WaldarbeiterInnen sagte Beate Forgber: „So können wir den Kindern die Bedeutung unserer Wälder am besten bewusst machen.“
Künftig soll es regelmäßig Exkursionen durch den Wald für die Grundschulkinder geben. Im Vordergrund stehen dabei der waldpädagogische Aspekt und die Umweltbildung. Eine jährliche Zusammenarbeit mit dem Forstamt Fuhrberg und dem Waldpädogogikzentrum der Landesforsten ist geplant – und auch der Rotary Club Lehrte hat seine Unterstützung für dieses Vorhaben zugesagt.