Großer Andrang zur „Nacht der Bäder“ mit Geburtstagsparty des Lehrter Hallenbades

Zum Jubiläum war auch der Ausflug in das technische Innenleben des Hallenbades möglich. Schwimmmeister Manfred Kopmeier (links) erklärte gern, wie Heizung, Filteranlage und Umwälzpumpen funktionieren. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Zum 35. Geburtstages wurden auch Einblicke in die Schwimmbad-Technik gegeben

LEHRTE (dik/kl). Jedes Jahr lassen sich Schwimmmeister Manfred Kopmeier und sein neunköpfiges Team im Lehrter Hallen- und Freibad zur „Nacht der Bäder“ lustige Aktionen einfallen. Und weil das so gut ankommt bei den Badegästen, wurde dieses Mal mit fast 300 BesucherInnen zugleich das 35-jährige Bestehen des Hallenbades gefeiert.
Im Jubiläumsjahr bot sich den Gästen auch ein Blick hinter die Kulissen. Manfred Kopmeier führte an diesem Abend durch die Anlage und zeigte das - in 35 Jahren zwar zum Teil erneuerte, aber im wesentlichen unveränderte - technische Innenleben des Schwimmbades. Das von einem Blockheizkraftwerk der Stadtwerke durchgehend beheizt wird, in der Nacht mit abgesenkter Leistung.
Beim angesagten harten Winter gilt das Augenmerk der Bädergesellschaft übrigens nicht allein den Minustemperaturen, sondern zugleich auch der Luftfeuchtigkeit, die entscheidend über den notwendigen Energieeinsatz mitbestimmt.
Die Wasserreinigung mit Chlorierung garantiert für ein Wasser in den Schwimmbecken, das sogar noch sauberer als Trinkwasser ist. Durchgängig 43.000 BesucherInnen hat das Hallenbad durchschnittlich pro Jahr, darunter von Montag bis Freitag jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr ausschließlich Schulklassen. Die jetzt noch an jedem Tag unterschiedlichen Öffnungszeiten für den allgemeinen Badebetrieb will die Bädergesellschaft im nächsten Jahr übersichtlicher gestalten.
Bei der „Nacht der Bäder“ vergnügten sich Erwachsene, Jugendliche und Kinder vergnügten bis um 22.00 Uhr im Wasser und hatten sichtlich Spaß dabei, einmal vieles tun zu dürfen, was an anderen Tagen im Schwimmbad nicht erlaubt ist, wie Rückwärtssaltos oder auch das Springen Hand-in-Hand vom Beckenrand.
Mit großer Begeisterung hängten sich die großen und kleinen SchwimmerInnen an die Kletterseile, die von der Decke ins Wasser hingen, schaukelten damit und balancierten lachend und scherzend über die glitschigen Rutschmatten, die auf dem Wasser lagen.
Eine Sprenkleranlage vom Drei-Meter-Turm schuf nicht nur tropische Luftfeuchtigkeit und beschlagene Schwimmbadfenster, sondern auch eine tolle Atmosphäre für alle Schwimmer, die es wagten, vom Fünf-Meter-Turm zu springen, denn so gab es auf dem Weg in die Tiefe eine kräftige Dusche.
Damit alle Badenden unbeschadet blieben, waren wie bei jeder „Nacht der Bäder“ zusätzlich sechs Feuerwehrtaucher der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte und vier Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Lehrte als zusätzliche Aufsichtspersonen im Einsatz.
Schwimmmeister Manfred Kopmeier freute sich über die positive Resonanz: „Wir haben nicht gedacht, dass der Andrang so groß ist." Weil die Nacht der Bäder so gut ankommt, möchte Manfred Kopmeier ähnliche Aktionen ins Winterprogramm aufnehmen.