Große Aufgaben stehen bevor

Für Lehrte gute Lösungen will Bürgermeister Klaus Sidortschuk weiterhin finden. (Foto: G. Gosewisch)

Bürgermeister Klaus Sidortschuk gibt Ausblick

LEHRTE (gg). „Es sind Brocken zu stemmen“, sagt Bürgermeister Klaus Sidortschuk zum Ausblick auf die städtischen Aufgaben in den nächsten Jahren. Es gehe bei der Schulentwicklung darum, sowohl die Schülerzahlen im Blick zu haben, als auch die Neu- oder Umbau-Varianten abzuwägen. „Die politische Diskussion dazu wird Zeit in Anspruch nehmen. Die Baukosten (Stichwort Schulstandorte Mitte und Süd) sind immens, Investitionen im zweistelligen Millionenbereich, das muss im Lehrter Haushalt erst mal darstellbar werden“, sagt Klaus Sidortschuk. Gut sei, dass Lehrte vier weiterführende Schulformen hat. „Gymnasium, IGS, Oberschule und Realschule - so eine breite Aufstellung ist nicht selbstverständlich“, ergänzt er.
Froh sei er, dass vieles schon auf einem guten Weg sei, wie die Betreuung der Grundschüler am Nachmittag, die ausgeweitet wurde und noch wird. Sein Ziel sei, dass Eltern in Lehrte in Zukunft Sicherheit statt Stress haben. „Es kostet Geld und Aufwand, aber es ist richtig, wenn die Kinder bis 17 Uhr verlässlich betreut werden“, sagt der Bürgermeister. Ein weiterer Baustein sei der Ausbau der Kita-Plätze. Ein Plus von 350 sei geplant, was zusätzlich zum Raumbedarf insbesondere beim Finden von mindestens 80 Erziehern ein Problem darstelle. Ein Maßnahmenpaket mit Job-Vergünstigungen, wie beispielsweise Fahrtkostenerstattung, sei denkbar, werde aber noch erarbeitet.
Ein ganz anderes, aber ebenso kostspieliges Unterfangen sieht Bürgermeister Klaus Sidortschuk beim Thema Hallen-Freibad auf die Stadt zukommen. „Die öffentliche Debatte beginnt dazu und das ist gut. Wir müssen klären, was für ein Bad wir haben wollen und wer das bezahlen soll.“ Der Standort bleibe, aber ansonsten gebe es keine Denkverbote. Mit dem hohen Aufwand für die Instandhaltung sei ein Defizit von 1,25 Millionen Euro in der Jahresbilanz der Bädergesellschaft, eine vollständige Tochter der Stadt, sozusagen gesetzt. Daran würden auch steigende Ticketzahlen wenig ändern, die den Betrieb nur zu zehn bis 15 Prozent decken.
„Beim Blick auf die großen Investitionen, die noch kommen, ist es gut, dass in absehbarer Zeit ein großes Bauprojekt abgeschlossen wird“, merkt der Bürgermeister an und nennt das Stichwort Feuerwehr-Gerätehauses, kombiniert mit dem Betriebshof, das im Sommer 2019 mit einer Insvestitionssumme grob in Höhe von 20 Millionen Euro gebaut sein wird.
„Die Spanne der Aufgaben ist in der Verwaltung sehr weit“, erklärt Klaus Sidortschuk. Deutlich werde dies am konkreten Beispiel, wie der Bewilligung eines Zuschusses für einen Fußball-Platz mit Kunstrasen. Zum Hintergrund: Der SV 06 habe einen entsprechenden Antrag auf finanzielle Förderung aus der Stadtkasse gestellt – 150.000 Euro für den Bau und 10.000 Euro pro Jahr für die Instandhaltung mit 15 Jahren Laufzeit. Der Verein möchte, auch mit zusätzlichen Mitteln aus dem Regionssportbund, einen Kunstrasen-Platz bauen. „Da ist eine halbe Million für den Verein zu stemmen“, sagt der Bürgermeister und das sei eine große Sache. Er begrüßt, dass der Rat den Zuschuss bewilligt hat, nun könne es mit dem Bau bald losgehen.