Großbrand auf dem Gutshof Schierke

Mit Schaum erstickte die Feuerwehr die Glut im ausgebrannten Geräteschuppen auf Gut Schierke. (Foto: Hans-Joachim Alheid)

Anwohner hören nächtlichen Knall und alarmieren die Feuerwehr

Hämelerwald (r/gg). In der Nacht zu Montag wurde bei einem Großbrand auf dem Gutshof Schierke ein Geräteschuppen, ein ehemaliger Kuhstall, durch ein Feuer komplett zerstört. Anwohner des Gutshofes bemerkten in der Nacht laute Knallgeräusche, woraufhin sie den Notruf wählten. Um 3.20 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Hämelerwald unter dem Stichwort "Gebäudebrand, Treckerschuppen" alarmiert. Wenige Minuten später alarmierte die Leitstelle zum Stichwort "Großbrand" weitere Ortsfeuerwehren. Beim Eintreffen der Feuerwehrmänner stand das Gebäude fast im Vollbrand und das Feuer drohte auf angrenzende Gebäude und Bereiche überzugreifen. Zwei Drehleitern wurden eingesetzt.
"Das etwa 15 mal 50 Meter große Fachwerk-Gebäude war kaum zu halten. Wir konzentrierten uns darauf den Schaden so gering wie möglich zu halten und das Übergreifen des Feuers auf die umliegenden Gebäude zu verhindern. Durch den massiven Funkenflug wurde diese Aufgabe zusätzlich erschwert", so der Feuerwehr-Bericht.
In drei gebildeten Einsatzabschnitten bekämpften 120 Einsatzkräfte mit zehn Druckschläuchen und zwei Drehleitern das Feuer. Das hierbei benötigte Wasser wurde zum Teil von der L413 über eine 600 Meter lange Wegstrecke zur Einsatzstelle befördert. Währenddessen war die Landstraße zwischen Hämelerwald und Mehrum kurzzeitig gesperrt.
Am späten Montagvormittag war der Brand gelöscht. Im Anschluss wurde durch ein Abrissunternehmen der Giebel abgerissen und das Dach teilweise entfernt. Letztendlich wurde der Innenraum über die Drehleiter mit Schaum belegt, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Nachlöscharbeiten waren am Montagabend notwendig.
Durch die starke Kontamination mit Asbest durch das zerstörte Dach aus Eternitplatten mussten alle eingesetzten Fahrzeuge, Gerätschaften und Einsatzbekleidungen aufwendig dekontaminiert und gereinigt werden. Die am Einsatz beteiligten Ortsfeuerwehren kamen aus Arpke, Sievershausen, Immensen, Lehrte, Kolshorn, Röddensen und Mehrum.
In dem abgebrannten Gebäude sind zwei Trecker des Reitvereins Hämelerwald zerstört worden. Mit einem Hilferuf über soziale Medien wandte sich der Vereinsvorsitzende Hans-Joachim Alheid an die Öffentlichkeit: "Wir brauchen dringend eine Arbeitsmaschine, denn wir, befördern die Wasserwagen, bringen Heu von Wiese zu Wiese, mähen aus, pressen Stroh und weiteres zur Versorgung der drei Schul- und 15 Privatpferde." Inzwischen gab es eine großzügige Unterstützung. Hans-Hoachim Alheid sagt im Gespräch mit dem Marktspiegel: "Es ist unfassbar. Wir haben aus privater Hilfsinitiative einen Trecker ausgeliehen bekommen. Er wurde uns mittels Tieflader aus Fulda, Gärtnerei Hartmann, gebracht." Jede Unterstützung hilft dem Verein dabei, sich auch zukünftig um die Tiere zu kümmern und das Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Weitere Hilfe ist erbeten, Kontakt gibt es per Mail an Opens window for sending emailsa-behrens16@gmx.de.