Gleichstellung justieren

Die Gleichstellungsbeauftragten übernehmen die Botschaft der entsprechenden Bundesvertretung: Jennifer Glandorf (von links, oben), Freya Markowis, Petra Pape (von links, unten) und Ann-Kristin Rauhe (Foto: Stadt Sehnde)

Beauftragte formulieren Forderungen

LEHRTE-SEHNDE (r/gg). Die Gleichstellungsbeauftragten aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze unterstützen den Aufruf „Wann, wenn nicht jetzt?“ der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen sowie 20 weiteren bundesweit tätigen Organisationen und Verbänden. „Die Corona Pandemie hat die Welt verändert und zu weitreichenden Einschnitten im Alltag geführt. Die Auswirkungen auf Frauen und Männer sind unterschiedlich. Gerade jetzt wollen wir darauf aufmerksam machen, dass es spätestens jetzt an der Zeit ist, für grundlegende Verbesserung bei Gehältern, Arbeitsbedingungen, Infrastruktur und Finanzierung von Antigewaltstrukturen zu sorgen“, teilen die Gleichstellungsbeauftragten mit. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.frauenbeauftragte.org.
Es seien die sogenannten Frauenberufe, die in Deutschland schlecht bezahlt und häufig unter schwierigen Arbeitsbedingungen erledigt würden - so die These. Gesellschaftlich notwendige Arbeit müsse jetzt und für die Zukunft neu bewertet werden. Minijobs sollen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt werden. Es soll mehr Beratungsstellen für Fälle häuslicher Gewalt geben. Alleinerziehende sollen finanziell und strukturell entlastet werden. "Alles, was wir seit Jahren fordern, erscheint unter den Bedingungen der Corona-Pandemie wie unter einem Brennglas", so die These. Bei der Umsetzung der Forderungen wird von der Politik, den Arbeitgebern und allen Verantwortungsträgern ein ebenso engagiertes, sachbezogenes, mutiges und zeitnahes Handeln wie jetzt in der Zeit der eingeschränkten Bürgerrechte erwartet.