Gesundheitstag stärkt das „Miteinander-Füreinander“

Lehrtes Bürgermeister Frank Prüße (links) ließ sich für das NKR typisieren.

25 Angebote von Bewegung bis Entspannung - Typisierungsaktion für das NKR

VON DANA NOLL

LEHRTE. Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein – so einfach ist der erste Schritt, auf dem Weg, ein Lebensretter zu werden. Auch Lehrtes Bürgermeister Frank Prüße nutzte die Gelegenheit, im Rahmen des Gesundheitstages der Stadt Lehrte, an der Typisierungsaktion des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellen-Registers (NKR) teilzunehmen. „Warum sollte man das nicht tun? Anderen Menschen helfen zu können, ist doch schön und heute ist eine gute Gelegenheit dazu“, erklärt Prüße. Auch Michael Roth vom NKR zeigte sich erfreut:“Wir sind froh, dass uns die Stadt Lehrte die Möglichkeit gegeben hat, uns am Gesundheitstag zu beteiligen. Bereits nach einer Stunde hatten wir schon 15 Typisierungen, das ist ein guter Start.“
Eine passende Stammzellenspende ist oft die letzte Hoffnung für die Erkrankten. Die Typisierung ist für gesunde Menschen mit einem normalen BMI und im Alter von 18 bis 55 Jahren möglich - und recht simpel. Mit zwei Wattestäbchen wird aus dem Mundraum ein Wangenschleimhaut-Abstrich entnommen. Danach geht es ins Labor. Deutschlandweit gibt es etwa 27 Register, weltweit etwa 6 Millionen mögliche Spender. Nur wenn die Gewebemerkmale zu 100 Prozent überein stimmen, kann eine Spende erfolgen. In 80 Prozent der Fälle geht dies über die Blutbahn, in wenigen Ausnahmen über eine Knochenmarksspende aus dem Beckenkamm. „Für uns ist es wichtig, mit den Spendern im Dialog zu stehen, sie gut aufzuklären und zu informieren“, so Michael Roth.
Die Typisierung war eine von 25 Aktionen, die unter dem diesjährigen Motto „Miteinander-Füreinander“ angeboten wurden. Etwa 250 von 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Lehrte nahmen die Gelegenheit wahr, sich über verschiedene gesundheitliche Themen umfassend zu informieren und verschiedene Aktivitäten auszuprobieren. Der Gesundheitstag umfasste Sportangebote, Entspannungsübungen, Gedächtnistraining, Selbsthilfe sowie Informationsstunden zu dem Umgang mit dem Defibrilator. Aufklärung gab es zum Thema Grippeschutz und eine anschließende Impfung war ebenso möglich.
Besonders großes Interesse hatten die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Angebot „Selbstverteidigung mit Alltagsgegenständen“, an „Rückenfitness“ oder „Trilo Chi“, einem zeitgemäßen Bewegungs- und Entspannungskonzept, um die Work-Live-Balance ins richtige Gleichgewicht zu bringen.