Genau 6,12 Tonnen Bürger haben die Biogasanlage Immensen bereits besichtigt

Wann? 23.06.2012 13:00 Uhr bis 23.06.2012 18:00 Uhr

Wo? Biogasanlage Immensen, Lehrter Straße, 31275 Lehrte DEauf Karte anzeigen
Der Landtagsabgeordnete und CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (links) begrüßte am Sonntag mehr als 90 Mitglieder und BürgerInnen zur ersten Besichtigung der Immenser Biogasanlage. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Biogasanlage Immensen |

Am Samstag nun auch "Offene Tür" für die breite Öffentlichkeit

LEHRTE/IMMENSEN (r/kl). Genau 6,12 Tonnen brachten am vergangenen Sonntag die 93 interessierten BürgerInnen einer Besichtigungstour der CDU Lehrte zusammen auf die Waage der Biogasanlage Immensen. Dieses Gewicht in Mais würde rund ein Drittel des Tagesbedarfs der Anlage decken. Am Samstag, 23. Juni, von 13.00 bis 18.00 Uhr haben nun alle Interessierten die Möglichkeit, die Anlage kennen zu lernen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.
Die Investoren und Anlagenbetreiber Joachim Kruse und Ernst Köhler führten bei der vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens initiierten Besichtigung fachkundig über die gesamte Anlage. Sie konnten als gute Nachricht verkünden, dass die 550 KW Strom und 530 KW Heizwärme erzeugende Anlage ein Fünftel weniger Mais verbraucht als geplant. 9.800 Tonnen Mais sind veranschlagt.
Der Landtagsabgeordnete und CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, der als Landwirt selbst Mais an die Immenser Anlage liefert, beziffert den Maisanbau in Lehrte damit auf fünf Prozent der für Ackerbau genutzten Fläche - kein Vergleich zu den Befürchtungen, die die oft sogar das Zehnfache in anderen Teilen des Landes auslöse.
Am Ende der mehr als anderthalbstündigen Führung wussten alle, wie aus kleinst gehäckseltem, fest verpresstem Mais und Rindergülle in den drei großen grünen Biogasbehältern mit den charakteristischen, zipfelmützigen Foliendächern, Gas und daraus dann Wärme und Strom erzeugt wird.
Kruse und Köhler erläuterten anschaulich, wie in den Behältern, die Fermenter, Nachgärer und Endlager genannt werden, täglich 20 Tonnen Maissilage eingebracht werden, um mit Hilfe von unzähligen Bakterien Biogas zu erzeugen. Das Gas betreibt über einen zwölfzylindrigen Spezialmotor einen Generator, der Strom erzeugt, der zum Teil ins Stromnetz eingespeist wird. Es wird aber auch über Wärmetauscher 92 Grad heißes Wasser produziert, das über einen geschlossenen Kreislauf in unterirdischen Rohren in den nahe gelegenen Ort fließt, um dort die Schule, zwei Turnhallen, das Feuerwehrhaus, das Sportheim und mehrere Privathaushalt mit Wärme zu versorgen.
Nach dem gelungenen Start wollen Kruse und Köhler demnächst weitere Haushalte in Immensen dafür gewinnen, sich an die Biogasanlage anzuschließen.
Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens äußerte sich höchst erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung. Sei doch die Energiewende und die damit verbundenen Fragen, welcher Energiemix uns langfristig eine umweltschonende, ungefährliche und effiziente Energieversorgung sichert, eines der großen politischen Themen, derer sich die CDU angenommen habe. Den BürgerInnen und Bürgern dieses Thema ganz konkret in ihrem regionalen Umfeld transparenter zu machen, ist in Immensen auf jeden Fall gelungen.