Geld aus der Landeskasse

Bürgermeister Frank Prüße nimmt von Ministerin Birgit Honé den Förderbescheid entgegen. Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, freut sich über den Projektstart. (Foto: Fabian Nolting)

Stadtverwaltung will Rathaus-Bereich aufwerten

Lehrte (r/gg). Das niedersächsische Regionalministerium fördert den städtebaulichen Wettbewerb zur Planung und Schaffung eines „Zukunftsraums Bahnhofstraße und Bereich Rathaus“ in Lehrte.
Niedersachsens Regionalministerin Birgit Honé übergab persönlich einen Förderbescheid in Höhe von 114.545 Euro an Bürgermeister Frank Prüße. Damit stehen der Stadt für das Projekt zur Aufwertung des Areals insgesamt 190.908 Euro zur Verfügung. Ziele sind die Aufstellung "eines Masterplans mit kreativen Lösungsansätzen" sowie die Schaffung eines "zukunftsweisenden Mobilitätshubs" und attraktiven Willkommensorts für Lehrte und die Region.
Ministerin Birgit Honé betonte die Bedeutung lebendiger Stadtzentren für die regionale
Entwicklung. Sie sagte: „Attraktive Innenstädte zeichnen sich durch verschiedene Funktionen aus. Aufenthaltsqualität, ein guter Mobilitätsmix und Angebote zum Arbeiten, Einkaufen, Wohnen und für die Daseinsvorsorge machen sie zum Anker auch für umliegende Gemeinden. Mit dem Zukunftsraum geht Lehrte ein Areal mit vielen Herausforderungen, aber auch viel Potenzial, mutig an.“
Bürgermeister Frank Prüße ergänzt: "Dank der Förderung können wir dieses ambitionierte Projekt mit dem Start eines städtebaulichen Wettbewerbes hoffentlich bald beginnen. Mit dem Projekt möchte die Stadt Lehrte natürlich auch langfristig ihre Ausstrahlungswirkung über den lokalen und regionalen Rahmen hinaus verbessern und als wichtiger Mobilitätsknotenpunkt auch die regionale Kooperation von Kommunen fördern.“
„Zahlreiche, zukunftsweisende Projektideen ganz unterschiedlicher Art haben uns auch in
dieser Förderrunde des Programms Zukunftsräume erreicht. Die Anträge zeigen das
Engagement in der Region, die Zentren vitalisieren und stärken zu wollen“, sagte Dinah
Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Sie
lobte den Ansatz der Stadt Lehrte: „Mit dem städtebaulichen Wettbewerb zur Planung eines
attraktiven Willkommensortes verfolgt Lehrte einen grundlegenden Ansatz zu einer neuen Leitbildentwicklung für die Stadt.“
Zum Hintergrund: Das Programm „Zukunftsräume“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung richtet sich vor allem an Klein- und Mittelzentren. Mit dem Programm werden Kooperationen und Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der Versorgung und Attraktivität in den Zentren gefördert. Seit 2019 wurden niedersachsenweit 8,3 Millionen Euro für 41 Projekte bewilligt, in der vierten Förderrunde werden 19 weitere Projekte in das Programm aufgenommen.