Gefährlicher Arbeitsplatz auf der Autobahn bei Lehrte

Richtungshinweis nicht beachtet: Die von dem Lkw zusammengeschobene und gegen ihr Zugfahrzeug gedrückte fahrbare Absperrtafel. (Foto: B.A.S.)

Erneut knallt ein Lkw in ein Sicherungsfahrzeug

LEHRTE (r/kl). Die Autobahn ist ein gefährlicher Arbeitsplatz, insbesondere die A 2 bei Lehrte, wie am Donnerstag ein erneuter schwerer Lkw-Unfall illustrierte, bei dem ein holländischer „Brummi“ auf ein Fahrzeug mit Absperrtafel eines Arbeitstrupps der Firma B.A.S. Verkehrstechnik aufgefahren ist.
Dabei entstand ein Sachschaden bei der B.A.S. am LED-Vorwarnanhänger, der Fahrbaren Absperrtafel und am Lkw in Höhe von etwa 90.000 Euro. Zum Glück wurden bei diesem Unfall keine Personen verletzt.
Innerhalb des zurückliegenden Jahres hatte die Firma bei der Verkehrssicherung für Tages- und Dauerbaustellen auf den Autobahnen 23 Unfälle durch Fremdverschulden sowie mehrere verletzte und einen getöteten Mitarbeiter zu verzeichnen. Als besonders gefährdet gelten die stark befahrenen Bereiche in und um Lehrte.
„Es wird immer schwieriger, die Monteure zu Einsätzen auf den Autobahnen zu motivieren. Die Gefahr, der sie ausgesetzt sind, ist sehr groß, zumal diese Verkehrssicherungsarbeiten auf den Straßen von den Kraftfahrern in keinster Weise Anerkennung finden.
Die Monteure werden beschimpft oder gar mit Gegenständen beworfen!“, berichtet B.A.S.-Geschäftsführer Werner Sporleder.
Angesichts der vielen Winterschäden auf der Autobahn lässt dies nichts Gutes für die Verkehrssicherer erahnen. Bleibt zu hoffen, dass als Ortsansässige aber wenigstens unsere LeserInnen Rücksicht auf die Sicherheit der Verkehrssicherungs-Monteure nehmen, die auf der Autobahn ständig leider auch ihr Leben riskieren …