Gedenkort mit Ausstattung

SPD-Mitglieder am Gedenkstein. (Foto: Privat)

Stele statt Findling am Eisenbahnlängsweg

Lehrte (r/gg). An ihre Initiative zum Thema "Reichsbahnlager Ida" erinnert die SPD-Ratsfraktion. So soll der Gedenkort an die im Zweiten Weltkrieg eingesperrten Menschen statt des vorhandenen Steins eine Stele mit Infotafel und QR-Code am Eisenbahnlängsweg geben. SPD-Ratsfrau Helga Laube-Hoffmann hatte dies in den politischen Gremien mehrfach erläutert und parteiübergreifende Zustimmung erhalten. Sie sagt: „Es geht um die Pflege einer bewussten Erinnerungskultur. Wir müssen uns verantwortlich fühlen, die Erinnerung wachzuhalten." Die Inschrift der Tafel zum Gedenken soll lauten: "An diesem Ort waren im Reichsbahnlager Ida von 1942 bis 1945 Tausende Männer, Frauen und Kinder schutz- und rechtlos eingesperrt und wurden durch Zwangsarbeit für die NS-Kriegswirtschaft ausgebeutet. Die Befreiung der Lagerinsassen erfolgte am 11. April 1945 durch die Alliierten."
SPD-Ratsherr Bodo Wiechmann (SPD) versichert, dass die Angaben geprüft und mit dem Stadtarchivar Jens Mastnak abgestimmt sind. Es sei auch sicher, dass Kinder durch die NS-Zwangsarbeit betroffen waren.