Frühstück selbstgemacht

Den Kochkurs nutzten die Lehrter Tagesmütter auch zum Erfahrungsaustausch. (Foto: Stadt Lehrte)

Kochkurs für Tagesmütter gibt Impulse

LEHRTE (r/gg). Acht Tagesmütter haben sich unter Anleitung von Anschi Wais, Ökotrophologin und Fachberaterin für Säuglings- und Kinderernährung UGB, mit Ernährungsfragen zum Frühstück und Zwischenverpflegung befasst. Nach einer kurzen Begrüßung von Manuela Kirsch, Fachberaterin für Kindertagespflege in der Stadtverwaltung, führte Anschi Wais in die Qualitätsstandards für die Verpflegung für Kleinstkinder ein.
Sie machte deutlich, dass den Tagesmüttern eine hohe Verantwortung bei der Prävention kindlicher Fehlernährung zukommt. Das Ernährungsverhalten wird von klein auf geprägt und trägt zu einem guten Gesundheitszustand im künftigen Leben bei. Konkret wurde die Frage gestellt: „Was gehört in die Brotbox?“ Wie verhält man sich zu Kinderlebensmittel wie Quetschfrucht, Reis- und Fruchtriegel, die Eltern immer wieder gerne ihren Kindern einpacken. Anschi Wais klärte auf, dass diese Lebensmittel in der Lebensmittelpyramide an der Spitze eingeordnet werden. Statt lecker und gesund sind die bunt verpackten Produkte vor allem Zuckerbomben und eindeutig als Süßigkeit zu bewerten.
Nach der Theorie wurde in der Schulküche der IGS Lehrte eine Vielzahl an Rezepten wie beispielsweise Fruchtaufstriche aus Trockenfrüchten und Nüssen, Himbeerlassi, Käse-Spinat-Kugeln, Milchbrötchen und vieles mehr zubereitet, gekocht und gebacken. Am Ende galt es, die vorbereiteten Frühstücksvarianten auf den Tisch zu bringen. Es fand eine gemeinsame Verköstigung statt. Dabei wurde den Fragen nachgegangen, welche Tischkultur und Sinneserfahrung vermittel ich als Tagesmutter. Klar ist, dass Tagesmütter Kinder beim Essen unterstützen und Kinder ihr Essverhalten durch Vorbilder erlernen. Abschließend waren sich alle Tagesmütter einig: Wenn gesundes Essen ansprechend angeboten und gelegentlich gemeinsam zubereitet wird, werden Körper und Sinne der Kleinstkinder zugleich erreicht und das Essverhalten positiv beeinflusst. Fertigprodukte sind kein Ersatz für frisches Obst und Gemüse und gehören auch nicht in die Brotbox.