Frank Prüße im Wahlkampf für Bürgermeisteramt

Freude über großen Applaus im Abschluss des Bürgergesprächs in der Alten Schlosserei: Frank Prüße (links) und Jens Spahn. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Impulsvortrag von Gesundheitsminister Jens Spahn

LEHRTE (gg). Politische Ausrichtung war am Freitagnachmittag in der Alten Schlosserei zu erleben: Auf Einladung der hiesigen Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth und des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Hans-Joachim Deneke-Jöhrens leistete der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Wahlkampfunterstützung für den Bürgermeisterkandidaten Frank Prüße. Willkommen waren interessierte Bürger zum Gespräch über die Zusammenhänge von Gesundheit und Sport und über die Zukunft des Lehrter Krankenhauses. Während Jens Spahn in seinem kurzen Impulsvortrag die Sympathiewerbung transportierte, „Manches ist schnell gesagt, aber schwer umzusetzen. Viele wichtige Schritte sind nötig, aber machbar. Ich will Vertrauen zurückgewinnen“, vermittelte Frank Prüße Tatendrang. Seine Vision ist die „Sportstadt Lehrte“. Er erklärte: „Das ist keine Utopie, sondern funktioniert schon in anderen Kommunen – ist beispielsweise bei der TSG Bergedorf in Hamburg ein Riesenerfolg. Ich habe dort gerade Gespräche geführt.“ Das TSG-Sportforum ist eine der größten vereinseigenen multifunktionalen Sportanlagen in Deutschland und ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Gleiches schwebt Frank Prüße für Lehrte vor: „Wir müssen Räume schaffen, Betreuungspersonal aufbauen.“ Sport müsse sich verselbstständigen, was nur passiere, wenn die tägliche Bewegung eine Lebensgewohnheit sei. Beide Politiker gaben keine Versprechen auf Änderungen des Bisherigen, sondern Willenserklärungen. „Nicht alles muss finanziell gefördert werden. Die Politik kann durchaus die geistige Haltung transportieren“, sagte Jens Spahn. Und zur Zukunft des Lehrter Krankenhauses: „Da habe ich vor Lehrter Zuhörern leichtes Spiel, denn das Land ist zuständig, nicht der Bund. Die genauen Gegebenheiten sind mir hier auch nicht bekannt. Grundsätzlich gilt, dass nicht jedes Krankenhaus alles anbieten kann und soll. Die Qualität ist wichtiger als flächendeckende Versorgung und entsteht nur in Spezialisierungen.“