Fluch und Segen der Polymerchemie

Webinar aus dem Antikriegshaus am Sonntag, 14. Juni

SIEVERSHAUSEN (r/gg). Für Sonntag, 14. Juni, um 16 Uhr lädt das Antikriegshaus zum Webinar mit dem Titel "Plastikmüll hoch drei" ein, ein Online-Vortrag des promovierten Chemikers Henning Menzel, Professor für Polymerchemie an der Technischen Universität Braunschweig.
Für die Teilnahme am Vortrag sind keine besonderen technischen Voraussetzungen erforderlich, lediglich ein Computer mit Internetverbindung und Sprachausgabe, so wie heute üblich. Wer teilnehmen möchte, möge sich bitte per mail an info@antikriegshaus.de anmelden und bekommt dann einen link zugeschickt, über den die Einwahl in die Veranstaltung erfolgt. Anmeldeschluss ist Samstag, 13. Juni, um 19 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Geplant ist, den Vortrag auch später noch über die Internetseite antikriegshaus.de abrufen zu können.
Es wird empfohlen, sich eine Viertelstunde früher aufzuschalten, falls das Übertragungsprogramm noch Daten herunterladen muss. Es gibt einen halbstündigen Impulsvortrag, danach können über das integrierte Chat-Programm Fragen gestellt werden.
Henning Menzel will ein differenziertes Bild eines modernen Werkstoffs zeigen, der auch seine dunklen Seiten hat. Hergestellt aus fossilen Rohstoffen, landet er zu oft in der Umwelt, ohne dort abgebaut werden zu können. Das führt zu bösen Schlagzeilen und schrecklichen Bildern von Tieren, die an Plastikmüll verenden. Andererseits halten Kunststoffverpackungen Lebensmittel länger frisch und erlauben einen hygienischen Transport. Kunststoffe sind leicht und haben häufig eine bessere Umweltbilanz als Metalle, Papier oder Glas.
Die Botschaft: Das Problem ist nicht, dass wir Kunststoffe beziehungsweise Plastik nutzen, sondern das Wie. Aber wer kennt sich schon aus in der Welt von Polypropylen und Polyethylenterephthalat? Der Vortrag soll Informationen und Denkanstöße geben für einen verantwortungsvollen Umgang, der sich an den Prinzipien Vermeiden – Verwerten – Verbrennen orientiert.
Dieses Webinar findet im Rahmen der Reihe "Zukunft geht. Anders!" statt, die das Antikriegshaus Sievershausen zusammen mit der Stiftung "Leben & Umwelt, Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen" veranstaltet. Gefördert wird es durch den Fonds "Frieden Stiften" der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover.