Feuerwehr rettet mehrere Menschen

Mehrere Menschen wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte aus dem völlig verrauchten Mehrfamilienhaus gerettet. (Foto: Feuerwehr Lehrte)

Bewohner eines Mehrfamilienhauses warteten auf Dach und Balkon auf Hilfe

Lehrte (r/bs). Die freiwillige Feuerwehr Lehrte wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 26. Juli, um 2.43 Uhr zu einem gemeldeten Feuer mit mehreren Personen im Gebäude im Bereich der Weserstraße in Lehrte alarmiert.
Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte und nach erster Erkundung, wurde umgehend die Alarmstufe um 2.53 Uhr erhöht und weitere Kräfte hin zu alarmiert. Zu diesen zählten die Ortsfeuerwehren Immsensen, Steinwedel, Aligse aber auch die Elo (Einsatzleitung Ort). Aufgrund der hohen Anzahl an vermissten Personen wurde zusätzlich der "MANV 10" (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst, um auch ausreichend Rettungsdienstpersonal vorhalten zu können.
Den ehrenamtlichen Einsatzkräften bot sich folgende Lage: das betroffene Mehrfamilienhaus war stark verraucht, Anwohner standen auf dem Balkon sowie im Bereich des Daches und mussten gerettet werden. Die Flammen kamen aus dem Bereich des Kellers und waren bereits deutlich im Bereich der Hauseingangstür zu vernehmen.
Umgehend wurde daraufhin die Menschenrettung und Brandbekämpfung durch mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz eingeleitet - glücklicherweise hatten sich bereits einige der Anwohner vor den Flammen in Sicherheit gebracht, jedoch mussten 5 Personen über die Drehleiter gerettet werden. Weitere drei Personen konnten über die in Stellung gebrachte Steckleiter erfolgreich in Sicherheit gebracht werden. Parallel wurde die Brandbekämpfung erfolgreich durchgeführt und alle Räume des Gebäudes nach vermissten Personen unter zusätzlichem Einsatz der Wärmebildkamera abgesucht.
Bereits gegen 3.11 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden und nur wenige Minuten später war klar: das Gebäude wurde erfolgreich geräumt, niemand wurde mehr vermisst - jedoch wurden fünf Personen verletzt und mussten Rettungsdienstlich betreut werden.
14 Personen konnten bereits kurz darauf von der Feuerwehr in einer alternative Unterkunft untergebracht werden. Im weiteren Verlauf wurde die Überdruckbelüftung des Hauses eingeleitet um der Verrauchung entgegen zu wirken. Zusätzlich wurden übrige Glutnester mittels Wärmebildkamera aufgespürt und abgelöscht. Bereits um kurz nach 4.00 Uhr war der Einsatz dann vor Ort beendet.
Im Einsatz waren der 1., 3. Und 6. Zug der Ortsfeuerwehr Lehrte bestehend aus den Ortsfeuerwehren Lehrte, Steinwedel, Aligse und Immensen, sowie die ELO mit insgesamt zwölf Fahrzeugen, 75 Einsatzkräften sowie 5 Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Großraum Rettungswagen, zwei Fachberater Sanitätsdienst, der C-Dienst der Berufsfeuerwehr Hannover mit einem HLF, sowie
die Polizei. Zur Ursache und Schadenhöhe können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen der Polizei wurden aufgenommen.