FerienCard-Workshop in Arpke bot erste musikalische „Gehversuche“

Volle Konzentration bei der Aufnahme: Junge TeilnehmerInnen des zweitägigen Musik- und Songwriter-Treffs im städtischen Jugendtreff „Hinterhof“ Arpke mit Kursleiter Yorrik Gehlen (links). (Foto: Merle Elisabeth Luft)

Einfach covern? Nein, ein ganz eigener Song muss her …

LEHRTE/ARPKE. Im Rahmen der Lehrter FerienCard-Angebote wurde jetzt an zwei Tagen ein jeweils vierstündiger Songwriter- und Musikworkshop im Jugendtreff „Hinterhof“ Arpke veranstaltet. Yorrik Gehlen, der die Idee zu dem Workshop hatte, macht unter den Künstlernamen „Yo 2 the rick“ selbst Musik.
Die neun Kinder und Jugendlichen von 10 bis 14 Jahren brachten viele Ideen und musikalisches Talent mit. Am Montag wurde ein Songtext verfasst und als Deutsch/ Englisch-Lied anschließend aufgenommen. Jeder konnte sich mit den verschiedensten Instrumenten einbringen.
So auch Lena Tepp und Lena Menzel, die beide Bongo spielten und sangen. Eva Tornao und Nadine Rolef musizierten zusammen auf dem Keyboard, Pascal spielte Gitarre. Jonas Mählmann, Tobias Brockmeyer und Lucas brachten ganz eigene Ideen mit in den Song.
In dem Lied „Langweiliger langer Sommer“ geht es beispielsweise um einen traurigen Mann, der sich langweilt. Wenig später kommt ein guter Freund von ihm vorbei und fragt, ob er mit zum Strand kommt. Durch den Besuch des Freundes geht es dem Mann wesentlich besser.
Am zweiten Tag verschwanden die müden Gesichter spätestens beim Üben der Live-Version. Der ein oder andere Patzer brachte niemanden aus der Ruhe, ganz im Gegensatz: man half sich. Das Lied vom Vortag war kaum zuende bearbeitet, da kamen prompt schon Ideen für ein weiteres.
Die Meinungen gingen, was das betrifft, sehr auseinander. „Von Taio Cruz-Dynamite“, rief Nadine Rolef, was die anderen gar nicht schlecht fanden. Aber ein Cover? Nein das sollte was ganz eigenes werden. Yorrik Gehlen hatte auch einen Song parat, für den schnell der Titel „Umweltsau“ feststand – und der dann auch produziert wurde.
Am Schluss wurden jedem die Lieder auf den USB-Stick gezogen und fast alle waren stolz auf ihr kleines Kunstwerk. Ob sie wohl auch so mutig sind, es ins Netz zu stellen? (Ein Beitrag von Merle Elisabeth Luft)