Exzellente Tordifferenz ist ein Bonuspunkt

Vor der Datax-Tribüne der TSV Burgdorf verfolgen von links nach rechts mit Torhüter Norman Volber, Jason Mau, Marvin Schrade (Nr. 23), Tom Selzam, Adrian Wagner und Johannes Kaminski (Nr. 20) gleich sechs Spieler der TSV Burgdorf und drei Akteure des TuS Sulingen (in weißen Trikots) beim 4:1- Sieg der Burgdorfer den Flug des Balles. (Foto: Klaus Depenau)
 
Rechtzeitiges Herauslaufen von Burgdorfs Torhüter Norman Volber verhindert gegen den freistehenden Angreifer Chris Brüggemann vom TuS Sulingen den möglichen 1:1- Ausgleichstreffer. (Foto: Klaus Depenau)

Trotz der 0:2- Niederlage kann sich der RSE bereits als Herbstmeister feiern lassen

Altkreis (kd). Mit einigen Überraschungen endete am vergangenen Wochenende der 13. Spieltag in der Fußball-Landesliga. So erlaubte sich der Tabellenführer SV Ramlingen/Ehlershausen (30 Punkte) zu Hause eine überraschende 0:2 (0:2)- Heimniederlage gegen den Tabellenvierten 1. FC Wunstorf (20 Zähler) und konnte so nicht, wie erhofft, vom 1:1- Remis des Verfolgerduells zwischen dem Tabellendritten SV Bavenstedt ( 24 Punkte) und dem Fünften SC Hemmingen/Westerfeld (20 Zähler), sowie des Tabellenzweiten STK Eilvese (24 Zähler) gegen den Tabellenneunten TSV Krähewinkel/Kaltenweide (24 Punkte) profitieren.
Am Sonnabend steht dem Tabellenführer aus Ramlingen bereits von 15 Uhr an beim wieder erstarkten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide erneut eine schwere Aufgabe bevor. Ebenso der TSV Burgdorf, die nach ihrem 4:1-Überraschungssieg über den TuS Sulingen am Sonntag um 15 Uhr beim SC Hemingen/Westerfeld antreten muss. Ebenfalls am Sonntag empfängt von 15 Uhr an das noch punktlose Schlusslicht Heeßeler SV nach der unglücklichen 2:3- Niederlage beim TSV Pattensen den Tabellenzweiten STK Eilvese (24 Zähler).
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide - SV Ramlingen/Ehlershausen
Mit diesem Ergebnis war nicht zu rechnen. Zwar hatte Ramlingens Trainer Philipp Gasde vor dem Spiel seiner Mannschaft vom SV Ramlingen/Ehlershausen eindringlich vor der Klasse des Gegners vom 1. FC Wunstorf gewarnt, doch hatten einige Spieler des Tabellenführers die Warnungen ihres Trainers offensichtlich in den Wind geschlagen. "Wir haben die 1. Halbzeit völlig verschlafen und neben taktischen Fehlern auch keinen Druck auf den Gegner ausgeübt" bemängelte Ramlingens Trainer.
So kam es, dass der Tabellenführer bereits in der 2. Minute nach einer Rechtsflanke von Mehmet Aydin durch ein Tor des mitgelaufenen Maurice Kirsch mit 0:1 in Rückstand geriet, dem Sebastian Schirrmacher bereits in der 24. Minute das 2:0 folgen ließ. Von diesem Rückstand erholte sich der Spitzenreiter nicht mehr, "obwohl wir in der 2. Halbzeit erheblich besser gespielt haben, doch dann uns in einigen Situationen leider das nötige Schussglück fehlte", beklagte Philipp Gasde nach der zweiten Heimniederlage seiner Mannschaft.
Nur gut, dass es bereits am Sonnabend um 15 Uhr zum TSV Krähenwinkel/Kaltenweide geht, der nach dem Heeßeler SV die zweitschwächste Heimmannschaft stellt und von seinen bisherigen 6 Heimspielen erst sieben Punkte holen konnte. Um so mehr trumpften die "Krähen" hingegen auf fremden Plätzen auf, wo sie aus 6 Partien immerhin neun Punkte holen konnten, wobei am vergangenen Sonntag besonders das 1:1- Unentschieden beim Tabellenzweiten STK Eilvese hervorstach.
Bei zwei noch ausstehenden Spielen in der Hinserie am Sonnabend beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und am 31. Oktober zu Hause gegen den Heeßeler SV darf sich der SV Ramlingen/Ehlershause bei sechs Punkten Vorsprung und der weitaus besseren Tordifferenz gegenüber den mit 24 Zählern punktgleichen Verfolgern STK Eilvese und dem SV Bavenstedt trotz der Niederlage gegen den 1. FC Wunstorf dennoch bereits als inoffizieller Herbstmeister feiern lassen, was sicherlich am Freitag, 25. Oktober, im Gasthaus Bähre in Ehlershausen beim traditionelle Grünkohlessen, bei dem 96-Präsident Martin Kind der Ehrengast sein wird, für Gesprächsstoff in lockerer Atmosphäre sorgen wird.
Heeßeler SV - STK Eilvese
Diese Niederlage tut dem Heeßeler SV besonders weh. Mit 2:3 (2:2) zog das noch punktlose Schlusslicht aus Heeßel im Kellerduell bei dem ebenfalls auf einem Abstiegsplatz stehenden Tabellenvierzehnten TSV Pattensen den Kürzeren und wartet damit noch immer auf den ersten Punktgewinn. "Den Chancen nach hätten wir als 8:4- Sieger den Platz verlassen müssen", meinte nach dem Spiel Heeßels sportlicher Leiter Ralf Rohden, der sich von der Einstellung seiner Mannschaft angetan zeigte, die in Pattensen von den verletzten Spielern Timo Kuhlgatz und Manuel Owsianski, sowie von Mannschaftskapitän Niklas Rohden gecoacht wurde.
Das neue Heeßeler Triumvirat erwies sich beim TSV Pattensen zumindestens in der Anfangsphase als Heilsbringer. Nach nicht einmal zwanzig Minuten führte der Tabellenletzte durch Tore von Paul Hilzendeger (10.) und Leon Rasokat (18.) bereits mit 2:0. "Wir besaßen noch mehrere gute Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Zu allem Unglück für uns konnte Marius Marotzke für den TSV Pattensen noch durch seine Tore in der 35. und 45. Minute zum 2:2-Halbzeitstand ausgleichen", ärgerte sich Ralf Rohden.
Nachdem die Heeßeler auch in der 2. Halbzeit gute Möglichkeiten ausließen, wieder in Führung zu gehen, wurden sie in der 83. Minute durch den eingewechselten Veit Lepper bestraft, der für den TSV Pattensen noch den 3:3- Siegtreffer erzielte. "Nun wollen wir am Sonntag gegen den Aufsteiger STK Eilvese einen erneuten Anlauf nehmen, um endlich unseren ersten Punkt zu holen, kündigte Ralf Rohden trotz der klaren Favoritenstellung des Tabellenzweiten aus Eilvese an.
SC Hemmingen/Westerfeld - TSV Burgdorf
Ein passendes Geschenk zu seinem am Tag darauf folgenden 48. Geburtstag bereitete die TSV Burgdorf ihrem Trainer Holger Kaiser mit dem 4:1 (1:0)- Überraschungssieg über den TuS Sulingen. Doch täuscht das Ergebnis über den Spielverlauf hinweg, wie auch Burgdorfs Trainer einräumte. "Wir hatten nach unserer frühen Führung durch Nico Eccarius in der 1. Minute, den ich leider zwanzig Minuten später wegen einer Zerrung auswechseln musste, nach einer guten Anfangsphase mit weiteren Tormöglichkeiten eine halbe Stunde lang bange Minuten zu überstehen, ehe uns Tom Selzam (60.) nach einer Stunde mit seinem Tor zum 2:0 wieder Luft verschaffte", gab Holger Kaiser zu.
Erst als der eingewechselte Leonardo Berisha in der 73. Minute auf 3:0 erhöhen konnte, konnte Burgdorfs Coach aufatmen. Zwar konnte Chris Brüggemann für die Gäste in der 86. Minute mit einem Kopfball noch auf 1:3 verkürzen, doch sorgte kurz darauf Julian Poth (89.) mit seinem Treffer zum 4:1- Endstand wieder für den alten Drei-Tore-Abstand. "Erst als wir unser Spielsystem auf 4- 4-2 umgestellt haben, konnten wir den Gegner in den Griff kriegen", freute sich Holger Kaiser, auf dessen Mannschaft am Sonntag eine ebenso schwere Aufgabe wartet, wenn sie beim SC Hemmingen/Westerfeld antreten muss.
Der letztjährige Vizemeister ist seit dem 3:2- Sieg vom 29. September über den Tabellenzweiten STK Eilvese ein wenig aus dem Tritt geraten, wir nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen belegt. Um sich nicht vorzeitig aus dem Titelrennen zu verabschieden, hilft dem Tabellenfünften aus Hemmingen (20 Zähler) nur ein Sieg über den Tabellenzehnten TSV Burgdorf weiter, der nur vier Punkte weniger als der SC aufweist und sich daher gute Chancen ausrechnet, nach dem FC Eldagsen (6:0) und dem TuS Sulingen (4:1) nun trotz der Außenseiterrolle den dritten Sieg in Folge zu erzielen.