Explosionsgefahr nach Betriebsunfall

Feuerwehreinsatz an der Daimlerstraße

Lehrte (r/gg). Gegen 13.30 Uhr ist es am Dienstag in einem Betrieb in der Daimlerstrasse zu einem Unfall gekommen. Bei Arbeiten mit einem Schweißgerät hat sich die Acetylenflasche am oben gelagerten Ventil entzündet. Ausströmendes Gas brannte daraufhin mit einer 20 Zentimeter hohen Flamme ab. Um die Explosionsgefahr zu bannen, wurde die Feuerwehr alarmiert. Zwei Einsatztrupps kühlten die Flasche mit 200 Liter Fassung mittels Druckschlauch aus sicherer Deckung. Die Flamme sollte dabei nicht erlöscht. Die beiden Trupps wurden zügig durch einen fest in Stellung gebrachten Wasserwerfer ersetzt. So musste sich im Verlauf des Einsatzes niemand unnötig in den Gefahrenbereich begeben.
Eine brennende Acetylenflasche stellt eine nicht zu kalkulierende Gefahr da, da in der Flasche ein Zersetzungsprozess starten kann. Dies kann dazu führen, dass sich die Flasche von innen schnell erhitzt und unvermittelt explodiert.
Um die Flasche wurde ein Absperrbereich von 100 Meter eingerichtet, in dem Gebäude evakuiert und die Daimler- sowie Industriestraße gesperrt wurden. Dies betraf fünf Gebäude, da sich die Einsatzstelle in einem Gewerbegebiet befindet, waren die Auswirkungen durch die Sperrung gering.
Nach dem die Gasflasche entleert war, wurde das Kühlen eingestellt und die Temperatur alle 15 Minuten kontrolliert. Hierbei konnte kein Ansteigen der Flaschentemperatur festgestellt werden. Daraufhin wurde die Flasche in ein vorbereitetes Wasserbad gebracht, in dem diese  noch 24 Stunden blieb. Der Einsatz der Feuerwehr war gegen 21.30 Uhr beendet - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Stephan Keil.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel mit 52 Einsatzkräften sowie die Messkomponente der Feuerwehr Höver, der Rettungsdienst und die Polizei.