Evangelisches Alters- und Pflegeheim Lehrte stellt Weichen für eine gesicherte Zukunft

Lehrtes ältestes und wohl auch bekanntestes Alters- und Pflegeheim an der Iltener Straße soll durch ein Kooperationsmodell zukunftssicher gemacht werden. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Alters- und Pflegeheim Lehrte |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Kooperation mit Diakonischem Verbund gilt als sicher – Generationenwechsel steht bevor

LEHRTE (hdb). Den Standort und die Zukunft sichern: Unter diese Maxime hat der Vorstand des Rosemarie-Nieschlag-Hauses intensive Beratungen für ein Kooperationsmodell gestellt. Stimmt die Mitgliederversammlung des Trägervereins dem Verhandlungsergebnis mit dem Regionalverbund Diakonische Altenhilfe zu, wird die Zusammenarbeit zum 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt.
Johannes Reese, seit 1992 Heimleiter des evangelischen Alters- und Pflegeheimes an der Iltener Straße, hat die Verhandlungen mit seiner langjährigen Ortskenntnis natürlich begleitet und wird auch beim Wechsel noch an Bord sein. Zum Ende 2014 wird er jedoch in den Ruhestand wechseln.
Auch mit dem Ausscheiden von Pflegedienstleiterin Dora Hagen ist zu rechnen, so dass mit dem neuen Kooperationsmodell auch ein Generationswechsel verbunden sein wird. Die Selbständigkeit der ältesten Lehrter Pflegeeinrichtung sowie der Name Rosemarie-Nieschlag-Haus werde beibehalten, betonte bei einem Pressegespräch Sven Brüggemann, Kaufmännischer Vorstand des Regionalverbundes Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser.
Dieser erst vor knapp sechs Monaten gegründeten Organisation mit seinem Verwaltungssitz in Wunstorf gehören derzeit sechs Pflegeeinrichtungen an. „Jetzt wird es konkret, und wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, fasste Pastorin Ute Schneider-Smietana, seit 2008 Vorsitzende des Trägervereins, den aktuellen Planungsstand zusammen. Das Ziel sei klar: Das Alters- und Pflegeheim mit seinen aktuell 98 Plätzen müsse sich „für die Zukunft gut aufstellen, um am Markt bestehen zu können“.
Deshalb sei perspektivisch auch mit Investitionen zu rechnen. Beispielsweise, deutete Heimleiter Reese an, müssten die Doppelzimmer, in denen noch ein Drittel der Bewohner lebten, abgeschafft werden. Eine Aufstockung bisher eingeschossiger Bauten sei ebenfalls vorstellbar. „Wir gewinnen alle, auch die Bewohner“, ist sich Schneider-Smietana sicher.
Der ambulante Hospizdienst werde auch beibehalten. Auch im Personalbestand mit etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde sich grundsätzlich nichts ändern, zumal die Entlohnung „im tariflichen Gefüge“ bleibe.
Bisher allerdings liegen nur jeweilige „Absichtserklärungen“ über die zukünftige Kooperation auf dem Tisch. Der Heimbeirat und die Angestellten sind jedoch zum Wochenbeginn bereits über die absehbare Entwicklung informiert worden. Im Frühherbst rechnet die Vereinsvorsitzende mit einer endgültigen Entscheidung der 45 Mitglieder des Trägervereins, mit einem Vertragsabschluss im Oktober.
Bis dahin soll eine Beratungsgesellschaft unter Federführung von Marcus Tolle den „Optimierungsbedarf“ ermitteln und ein zukunftssicherndes Konzept entwickeln.