Europäische Ausrichtung zertifiziert

David McAllister spricht zu den Lehrter Gymnasiasten. (Foto: Rüdiger Halupczok)

Parlamentarier David McAllister besucht Gymnasium Lehrte

Lehrte (r/gg). Der bekannte Europa-Politiker David McAllister ist Schulpate des Lehrter Gymnasiums und hat bei seinen Besuch am Montagmorgen die Re-Zertifizierung des Titels „Europaschule in Niedersachsen“ begleitet. Das im Gymnasium engagiert voran gebrachte "Erasmus+Projekt" mit dem Titel „Der Faden der Ariadne“ wurde präsentiert. Schulleiterin Silke Brandes und der Koordinator für Europa Klaus Perk moderierten. Bürgermeister Frank Prüße war zu Gast und informierte zur geplanten Investition in den Schulstandort.
Dezernent Christian Schwarze aus dem Kultusministerium erklärte die neue Zusatzbezeichnung „Europaschule in Niedersachsen“, die niedersächsische Schulen auf Antrag führen dürfen, wenn sie vielfältige Voraussetzungen erfüllen. Im Lehrter Gymnasium ist dies mit dem Europa-Profil gegeben. "Entsprechende unterrichtsergänzende Aktivitäten sind fester Bestandteil des schulischen Lebens", erklärt Lehrer Rüdiger Halupczok im Nachgang des Besuchs. David McAllister stellte sich in einer Plenumsdiskussion den Fragen der Schüler zu Themen wie der Finanzpolitik oder der Europa-Skepsis.
Die Vorstellung des "Erasmus+ Projekts" wurde von den mitarbeitenden Schülern und den begleitenden Lehrern und Projektleitern Ralph Grobmann und Markus Bauer anschaulich gemacht. Als erster Schüler übernahm Luca Blume die Einführung: „Unser Projekt ist mit der Idee entstanden, die Arbeitssituation in der EU verbessern zu wollen, insbesondere für die junge Generation, also die Jugendlichen. Im Jahr 2016 lag die Jugendarbeitslosigkeit ungefähr bei 19,4 Prozent, das entspricht ungefähr 4,4 Millionen Jugendlichen. Ab 2016 hat sich die Jugendarbeitslosigkeit stetig verbessert und sich der 15 Prozent Marke genähert, jedoch ist diese im Jahr 2020 wieder auf 18,5 Prozent gestiegen, was eine Folge der Corona-Pandemie ist. Von solchen Krisen stark betroffen sind immer Länder wie Griechenland, Spanien und Kroatien. In Griechenland liegt die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen bei ungefähr 40 Prozent. Das Problem dieses Arbeitsstellenmangels hat man im Jahr 2012 in Spanien gesehen, hier gingen Zehntausende Schüler, Studenten auf die Straßen, um auf die Perspektivlosigkeit im Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen. Um dieses Problem zu bekämpfen wollen wir den Jugendlichen einen europaweiten Überblick über mögliche Tätigkeitsbereiche geben, die sie interessieren könnten und ihnen somit neue Perspektiven und Möglichkeiten bieten. Hier setzt unsere Internetseite an, die es den Jugendlichen ermöglicht, Firmen, Hochschulen und Unis zu kontaktieren. Somit wollen wir unseren Teil für ein gemeinsames Europa beitragen. Und Ihnen zu helfen, sich im Labyrinth des europäischen Arbeitsmarktes zurechtzufinden. Der Name Ariadne geht auf die griechische Sage zurück, in der Ariadne Theseus mit einem Faden geholfen hat, aus dem Labyrinth des Minotaurus zu entkommen.“