"Eskalation beenden"

Ortsbürgermeister will weniger Wölfe

Immensen (r/gg). Bei einem Treffen der Junglandwirte mit Vertretern des Vereins Landvolk auf einer Weide am Ortsrand gab es jetzt eine Präsentation zur Bauart von wolfsabweisenden Zäunen. Im Anschluss folgte eine Diskussion mit Anwohnern, samt Beiträgen des CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann und Nabu-Vertretern zum Thema "Zielkonflikt Wolf und Weidetiere". Ortsbürgermeister Falk Kothe moderierte und fasst im Nachgang nun seine Haltung zum Thema zusammen: „Wir stehen hier schon seit den ersten Nutztierrissen im Jahr 2017 an vorderster Front im Kampf um ein verträgliches Miteinander von Wolf und Weidetieren. Mit der Eskalation der Situation in den vergangenen Monaten muss jedem klar sein, dass es ein Weiter-so nicht geben kann."
Neben einer möglichen Obergrenze für Wölfe in Niedersachsen müsse auch die Diskussion über „wolfsfreie Gebiete", in denen Wölfe grundsätzlich nicht toleriert werden, ihren Platz haben. „Es geht hier um nichts weniger als um das Ende der klassischen Weidetierhaltung und unzählige Existenzen“, sagte Falk Kothe. Man werde sich auch weiter für eine verträgliche Lösung einsetzen. Klassische Weidetierhaltung müsse auch weiterhin erschwinglich und ohne hohe Investitionskosten für die Weidetierhalter möglich bleiben.