„Es ist kein Windhund-Rennen“

Besichtigung der Grundschule an der Masch: Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (von links), Rainer Fredermann, Thordies Hanisch, Frank Prüße, Grant Tonne, Elternvertreter Torsten Zemke und Schulleiterin Katrin Marquardt. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Digitale Ausstattung für Lehrter Schulen,
Kultusminister Grant Tonne überreicht Förderbescheide

Lehrte (gg). „Stück für Stück“ sollen die Schulen digital aufgerüstet werden, mit Maß und Vernunft. Darum warb Kultusminister Grant Tonne am Montag beim Besuch im Lehrter Rathaus. Mitgebracht hat er einen den entsprechenden Förderbescheid. Alle 13 Lehrter Schulen, von den Grundschulen über die Haupt- und Realschule und die Oberschule bis zum Gymnasium und der IGS, erhalten je 25.000 Euro für die Anschaffung von iPads inklusive Zubehör wie Ladekoffer und Geräteschutz. Dazu kommen weitere 25.000 Euro für Medientafeln an der IGS und an der Grundschule An der Masch. Wenn weitere Anträge auf finanzielle Förderung beim Land eingereicht werden, kann es auf die nächsten Jahre verteilt weitere Zuwendungen geben. „Es ist kein Windhund-Rennen. Es geht nicht darum, dass die Schnellsten am meisten bekommen“, erklärte der Minister bei seinem Besuch. Das Budget verfalle nicht, sondern könne genutzt werden, wenn es Sinn macht.
Bürgermeister Frank Prüße begrüßte die Unterstützung von der Landesebene. Es sei wie „ein warmer Regen“ für die angespannte Lehrter Stadtkasse. Dass es jetzt die schnelle und unbürokratische Hilfe für die Schüler gebe, freue ihn sehr.
Eckhard Otto, Leiter des Fachdienstes Schule, Sport und Kultur, nahm die Förderbescheide entgegen. Die Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch und Rainer Fredermann sowie der Lehrter Ratsherr Hans-Joachim Deneke-Jöhrens begleiteten den Moment.
Grant Tonne betonte die gute Vorarbeit der Verwaltung und der Schulleitungen, ohne die eine Antragstellung auf Förderung nicht möglich gewesen wäre. Der politische Beschluss zur digitalen Aufrüstung der Schulen sei schon vor den Corona-Beschränkungen auf dem Weg gewesen und habe nun eine schnelle Umsetzung gehabt.
Bei einer gemeinsamen Besichtigung der Grundeschule an der Masch im Anschluss an den Rathausbesuch machte Bürgermeister Frank Prüße die Dynamik bei den Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Wandputz mit Asbest-Anteilen deutlich. Er erklärte: „Die Schließung während der Corona-Wochen haben wir genutzt und mehr Räume als zunächst geplant sanieren lassen.“ Schulleiterin Katrin Marquardt zeigte den Baufortschritt in den Klassenräumen. Bis zum Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien sollen alle Räume fertig sein. Dann werden 240 Schüler in der Grundschule an der Masch unterrichtet. Ebenfalls bis Schuljahr-Beginn soll auch die Breitbandversorgung der Schulen auf Glasfaser-Standard gebracht sein.