Eltern brauchen Betreuungszeiten

Gemeinsam mit ihren Kindern haben Eltern für den vollständigen Erhalt der Kita Immensen-Arpke vor Scheuer´s Hof demonstriert. (Foto: Privat)

Aktion zugunsten der Kita-Kinder

Immensen-Arpke (gg). Zeichen gesetzt haben Eltern in der Kita-Beiratssitzung für die Notwendigkeit der verlässlichen Kinderbetreuung. Hintergrund ist die Ankündigung der Stadtverwaltung, wegen Personalmangels Betreuungszeiten einzuschränken oder gar eine ganze Gruppe möglicherweise schon im März aufzulösen. Bürgermeister Frank Prüße hatte sich bereits eingeschaltet, hat rechtliche Prüfungen der Lage angekündigt. Auswege sollen gefunden werden, wie Randzeiten definieren oder externe Dienstleister beauftragen. „Wir haben durchaus den Eindruck, dass die Stadtverwaltung nach Lösungen für das Problem sucht“, sagt Christina Musiolek als eine der betroffenen Mütter. Dass mangels Fachkräften eine schnelle Besetzung der offenen Stellen nicht zu erwarten ist, würden die Eltern durchaus sehen, so ihr Hinweis.
Die Aktion vor der Beiratssitzung sollte daher auch nicht als Kritik verstanden werden, sondern der Klarheit dienen. Christina Musiolek berichtet: „Vor der Versammlung in Scheuers Hof haben wir Eltern mit Plakaten, Buttons, Fähnchen und einem von Stühlen mit Marienkäferumhängen gesäumten Eingang auf uns aufmerksam gemacht. Diese Unterstützung soll den Fokus auf die möglichst schnelle Ausarbeitung konstruktiver Lösungsstrategien richten.“ Außerdem wurde an den Bürgermeister ein offener Brief übergeben, der die bisherigen Lösungsansätze der Stadtverwaltung, die an die Eltern bereits kommuniziert wurden, noch einmal auflistet. Darunter die rechtliche Prüfung zum Einsatz von Assistenzkräften oder, bei unabwendbarer Schließung, die betroffene Gruppe in Gänze in eine andere Lehrter Kita zu versetzen.