"Elf Jahre ohne Licht sind genug"

Günther Wagner und Beate Forgber freuen sich über die neuen beleuchteten Vitrinen. Die Fensterbänke über den Heizkörpern nutzen die Schüler als Lern-Arbeitsplatz. Dafür werden Hocker herangeschoben. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Förderverein der Grundschule lässt Vitrinen einbauen

LEHRTE (gg). Gelernt wird in der Albert-Schweitzer-Schule nicht nur in den Klassenräumen, sondern auch in den Fluren. „Die Raumnot ist seit Langem Normalität, das Gymnasium braucht hier ja auch Platz. Das schränkt uns auch pädagogisch ein“, sagt Beate Forgber, Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule an der Schlesischen Straße. Mit dem Mensa-Anbau vor mehr als zehn Jahren ist sind Flurfenster zugemauert worden. Tageslicht gibt es daher dort nicht mehr, das elektrische Deckenlicht bietet mäßigen Ersatz. Um dem Bereich den sterilen dunklen Charakter zu nehmen und das Lesen und Schreiben auf Papier zu ermöglichen, sollte es eigentlich eine seitliche Beleuchtung geben. „Das war der Plan und wurde uns mit dem Bau der Mensa zugesagt“, erklärt Beate Forgber zur Zusage seitens der Stadtverwaltung. „Da in elf Jahren nichts gemacht wurde, sind wir eingesprungen“, sagt Günther Wagner. Er ist Vorsitzender des Fördervereins der Albert-Schweitzer-Schule und engagiert sich seit Jahren. „Wir sorgen für das, was nötig ist oder aus dem Schulbudget nicht zu leisten ist“, sagt er. Stattliche 8.000 Euro hat der Förderverein bereit gestellt, um Licht in das Dunkle zu bringen. Sechs Beleuchtete Vitrinen mit bruchsicherem Glas wurden bei einem hiesigen Handwerker in Auftrag gegeben. „Dies ist natürlich eine Sonderanfertigung“, sagt Günther Wagner und freut sich über das Ergebnis, weil neben dem Lernen im Flur es nun auch die Möglichkeit gibt, besondere künstlerische Schüler-Arbeiten auszustellen. Damit schließt er eine große Investition ab, die nächsten Arbeitseinsätze für Eltern hat er aber schon im Blick. Dazu gehört das Renovieren der Klassenräume für die nächsten Erstklässler – eine jährliche Aufgabe.